Sie klatschten, was das Zeug hielt

Annabelle und Karsten Müller hatten es sich vor der Agentur für Arbeit am Harburger Ring bequem gemacht und feuerten die Radfahrer an.

Entlang des Harburger Rings feuerten die Zuschauer die Teilnehmer
der Cyclassics an – Annabelle und ihr Vater Karsten klatschten mit

Harburg – Sie hatten es sich am Harburger Ring so richtig bequem gemacht: Annabelle Müller und ihr Vater Karsten. Mit lautem Klatschen feuerten sie begeistert die Teilnehmer des Jedermann-Rennens und Profis bei den
Cyclassics an.
„Ich bin hier, weil mein Arbeitskollege mitfährt“, so Kars-tsen Müller. „Er kam schon hier vorbei. Ich habe ihn natürlich angefeuert.“ Zweifel, dass sein Kollege das Finish erreicht, hat er nicht. „Er sah noch ganz gut aus“, sagt Müller mit einem Schmunzeln. Knapp 20.000 hatten sich zum Jedermann-Rennen angemeldet. Sie fuhren 60, 100 und 160 Kilometer über Hamburgs Straßen.
Annabelle hält derweil Ausschau nach dem nächsten Radfahrern. Kommt einer vorbei, feuert sie ihn mit rhytmischem Klatschen an. „Ich kenne keinen Fahrer, aber ich klatsche für alle“, sagt sie.
Gleich wird sie dazu keine Hände mehr frei haben, denn Vater und Tochter machen erst einmal eine Pause. „Wir haben uns etwas zu Essen im Rucksack mitgebracht. In der Pause zwischen jedermänner und Profis werden wir uns stärken“, so Vater Müller.
In Ruhe Eis essen und das Rennen beobachten
Stärken, das machten auch die Zuschauer im Eiscafé am Harburger Ring. „Wir haben uns extra diesen Tisch ganz vorn an der Straße ausgesucht. Da haben wir alles gut im Blick und können dabei unser Eis essen“, so eine Heimfelderin.
Gut hinsehen musste man besonders um kurz vor 13.30 Uhr: Die sechs schnellsten der insgesamt 160 Profis rauschten – eskortiert von Motorrädern – nur so an den Zuschauern vorbei. Wem das zu schnell war, der hatte ein paar Minuten später nochmals Gelegenheit zum Hingucken: Dann brauste das langgezogene Feld der Profis vorbei.
Vom Drama beim Zieleinlauf der 21. EuroEyes-Cyclassics bekamen die Harburger nichts mit: Der erste im Ziel, Nacer Bouhanni, wurde zurückgestuft. Gewonnen hat der Australier Caleb Ewan. Doch derweil wurden in Harburg schon die Straßensperren entfernt und die Straßen für den Verkehr freigegeben.
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