Parkplatz leer, Straßen zugeparkt

Anwohner aus den umliegenden Straßen auf dem – mal wieder völlig leeren – Parkplatz der Asklepios Klinik Harburg. „Warum stellt die Klinik den Parkplatz nicht kostenlos zur Verfügung?“, fragen sie.

AKH-Besucher und Mitarbeiter parken lieber kostenlos am Straßenrand – Anwohner fordern: Parkplatzgebühren weg!

Denickestraße, Triftweg, Jungbrunnen: Rund um die Asklepios Klinik Harburg (AKH) stehen die Autos Stoßstange an Stoßstange, alles ist zugeparkt. Die Anwohner sind genervt. „Die blockieren sogar unsere Einfahrten, oft muss abgeschleppt werden“, ärgert sich Anke Krause. Dabei wäre genug Platz für alle da: Direkt neben der psychiatrischen Abteilung gibt es einen neuen, großen Parkplatz. Doch der ist meistens leer. „Wegen der Parkgebühren“, vermutet Krause. Wie viele ihrer Nachbarn fragt sie sich: „Warum stellt die Klinik den Parkplatz nicht kostenfrei zur Verfügung?“
Bereits im letzten Jahr hatten sich Anwohner bei der Krankenhausleitung darüber beschwert, dass Mitarbeiter und Besucher ihre Wohngegend zuparkten. Das AKH versprach zwar, mit den Mitarbeitern zu reden, doch man könne natürlich niemanden zwingen, den Parkplatz zu benutzen, hieß es. Auch sei den Anwohnern ein Gespräch angeboten worden. Das fand jedoch nie statt. „Auf die Einladung warten wir immer noch“, sagt Edith Gräbels.
Bis heute hat sich an der Parksituation nichts geändert. „Keiner kümmert sich darum“, sagt Anwohner Horst Bartels. Auch Eigeninitiative nützt offenbar nicht viel: Horst Schröder, der schon mehrfach die Polizei gerufen hat, ärgert sich: „Von den Beamten gibts dumme Antworten, und wenn man Falschparker direkt anspricht, werden die gleich frech!“
Dabei liegt die Lösung des Problems auf der Hand – zumindest aus Sicht der Anwohner: Parkplatzgebühren weg!
Davon will jedoch die Klinik nichts wissen: Wäre das Parken umsonst, wären die Plätze permanent belegt, argumentiert Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz. So aber blieben die Besucher nur kurz, und viele hätten die Chance, dort zu parken. „Ohne eine Bezahlschranke wäre dies schlicht nicht möglich“, sagt er. Außerdem würden dann noch mehr Besucher mit dem Auto kommen und die Straßen weiter verstopfen.
Der AKH-Sprecher verweist zudem auf die moderaten Gebühren: Die erste halbe Stunde sei für Besucher frei, danach
koste es einen Euro pro Stunde. Für Mitarbeiter gebe es günstige Sonderkonditionen. „Andere Kliniken sind deutlich teurer.“
Das Krankenhaus will die Anwohner nun zum Gespräch einladen. „Wir freuen uns auf den Austausch“, so Eberenz. Ob das die Anwohner auch so sehen?
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1 Kommentar
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Sebastian Jiske aus Heimfeld | 18.03.2013 | 11:47  
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