Keine Genehmigung

Einen Hochseilgarten in der Kuhtrift wird es (ersteinmal?) nicht geben. Foto: pr

Wirtschaftsbehörde lehnt Plan der ImmoForst OHG für Kletterpark in Heimfeld ab

Olaf Zimmermann, Hamburg-Süd


Der in der Heimfelder Kuhtrift geplante Hochseilgarten steht offenbar vor dem Aus. Die Wirtschaftsbehörde hat nach Informationen des Wochenblatts das Projekt abgelehnt. „Der derzeitige Antrag wird nicht genehmigt werden“, bestätigt Ralf-Dieter Fischer (CDU). Die CDU hält einen Kletterpark an dieser Stelle im Prinzip aber für durchaus möglich, die Harburger SPD nicht.Offiziell ist die Stellungnahme der Wirtschaftsbehörde noch nicht zu Heinrich Schabert, dessen Firma ImmoForst OHG zusammen mit der Höhenweg GmbH (Schneverdingen) und der Torsten Hedinger GbR den Heimfelder Kletterpark betreiben möchte, durchgedrungen. „Wir warten auf eine Antwort auf unsere Bauvoranfrage vom 21. Juni 2017“, erklärte Heinrich Schabert am 5. Oktober gegenüber dem Wochenblatt.
Die Ablehnung seines Projekts durch die Wirtschaftsbehörde will der Forstunternehmer aus Dinkelsbühl nicht so einfach hinnehmen: „Wir werden alles versuchen, die Bedenken durch aktive Problembeseitigung zu beheben.“ Sollte dies nicht gelingen, will er eine Genehmigung vor dem Verwaltungsgericht erzwingen. „Dann sähen wir uns gezwungen gegen den Negativbescheid verwaltungsjuristisch vorzugehen“, so Schabert.
Welche Auswirkungen hätte es für die ImmoForst OHG, wenn der Kletterpark nicht gebaut wird? Könnte der Wald dann wieder verkauft werden? „Nein“, bekräftigt Heinrich Schabert, „an einen Verkauf des dortigen Waldes denken wir nicht. Wir sind ein Forstunternehmen, das in der Konsequenz auch Forstwirtschaft betreibt.“
Die ImmoForst OHG würde dann dem Wald in der Kuhtrift „erntereife Bäume“ entnehmen. „Die Hamburger Baumschutzverordnung greift im Bereich der Forstwirtschaft nicht und wird keinen Einfluss auf unser Einschlagverhalten haben“, erläutert Geschäftsmann Schabert. Seine Argumentation: Durch die Errichtung eines Kletterparkes würde das Fällen von Bäumen verhindert, da alte und standfeste Bäume die Grundvoraussetzung für einen Kletterpark sind.
„Wir geben unser Planungsvorhaben nicht auf. Mit unserem Kletterpark gewänne Harburg an Attraktivität, was gerade von der jungen und mitteljungen Generation begrüßt wird.“

Was ist geplant?
Im Erwachsenenbereich sind etwa 165 Kletterelemente geplant, für den Kinderbereich sind 30 niedrige Kletterpodeste ins Auge gefasst, für den pädagogischen Hochseilgarten - dieser Bereich ist für Schulen, Gruppen und Firmen gedacht - sind etwa 30 Kletterstationen vorgesehen. Außerdem sollen eine Seilbahn (Flying Fox) mit 800 Metern Länge sowie eine Flyline, eine auf Schiene mit Kurven ausgestattete Hängeseilbahn mit einer Länge von 600 Metern, entstehen. Insgesamt wollen Schabert und seine beiden Mitstreiter zwischen 800.000 und 1.000.000 Euro investieren. Kalkuliert wird mit 25.000 bis 30.000 Besuchern pro Jahr.
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