Jetzt kostet Parken im P+R-Haus Geld

Wer im Harburger P+R-Haus sein Auto abstellt, zahlt zwei Euro pro Tag. Zeitkarten sind günstiger.

Harburg: Verstärkte Kontrollen im P+R-Haus, ob man ein HVV-Ticket hat

von Karin Istel, Harburg - Ab dieser Woche müssen Pendler zahlen, wenn sie ihr Auto im Park and Ride (P+R)-Haus Harburg abstellen.

Wie teuer ist die Gebühr?
Zwei Euro pro Tag, 20 Euro pro Monat, 200 Euro pro Jahr. Im P+R-Haus dürfen nur HVV-Nutzer ihre Autos parken.

Wo gibt es die Tickets?
An den Automaten in den Parkhäusern kann man Tages- und Monatstickets kaufen. Bezahlt werden kann mit Bargeld oder EC-Karte. Außerdem verkaufen auch die Kontrolleure im Parkhaus die gewünschte Fahrkarte. Jahresausweise gibt es bei Verkaufsstellen in der Innenstadt.

Gibt es Kontrollen?
Im Harburger P+R-Haus gibt es keine Schranken. In das Parkhaus kann jeder hineinfahren. Aber: „Insbesondere in den Morgen- und Vormittagsstunden werden Einfahrtkontrollen stattfinden. Vom Kontrollpersonal wird das Vorhandensein eines gültigen HVV-Fahrausweises überprüft“, sagt Heino Vahldieck, P+R-Chef. Hat man kein Ticket, kann man es beim Kontrolleur kaufen. Am besten also, man hebt sein
Ticket bis zur Ausfahrt aus dem Parkhaus auf. 

Und wenn ich ohne HVV-Ticket parke?
Dann werden 30 Euro Strafe fällig.

In wie vielen P+R-Häusern muss man hamburgweit zahlen?
In 15 von insgesamt 40 Häusern.

Wie viel Geld hofft die P+R-Gesellschaft damit einzunehmen?
Hamburgweit geschätzt zwischen 750.000 Euro und 1,5 Millionen Euro.

Was wird mit dem Geld gemacht?
Videoüberwachung, Notrufeinrichtungen und Frei/Besetzt-Anzeigen werden angeschafft.

Gibt’s Kritik?
Christian Schäfer vom ADAC: „Wir sind kein Freund davon. Die Gebühren bewegen sich auf dem oberen Level. Dann muss einen Mehrwert für die Autofahrer vorhanden sein. Den sehen wir nicht. Außerdem gibt es eine rechtliche Problematik: Ich habe trotz Zeitkarte keinen Anspruch auf einen Parkplatz.“

Infos zu P+R-Parkhäusern:
Das erste P+R-Haus wurde im November 1963 in Hamburg eröffnet. Bis 1971 wurde das anfängliche Angebot von 800 Stellplätzen auf knapp 5.000 Plätze erweitert. Heute gibt es 9.300 Parkplätze hamburgweit, davon verfügt Harburg über 898, Neuwiedenthal über 221 und Neugraben über 855 Plätze.
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