Immer Ärger mit der Post

Diese Briefe konnte die Post nicht zustellen. Dass sich die Adressen der Angeschriebenen geändert habe, ahnten Gudrun und Dieter Schröder lange nicht, denn bisher schickten sie ihre Einladungen als „Infobrief“ und diese Post wird vernichtet, wenn sie nicht zugestellt werden kann.

Harburger Ehepaar verschickt 70 Briefe, 13 Stück kommen zurück

Gudrun und Dieter Schröder verschicken regelmäßig dicke Stapel mit Einladungen für einen Verein, bei dem sich die beiden Harburger engagieren. So auch Anfang Januar. Auf jeden der etwa 70 Briefe, die Dieter Schröder zur Post brachte, hatte der pensionierte Lehrer eine 58-Cent-Briefmarke geklebt. „Normalerweise schicken wir die Einladungen als Infobrief für 35 Cent pro Einheit. Aber Infobriefe gibt es seit diesem Jahr nicht mehr“, erklärt der 68-Jährige. Um so erstaunter war Schröder, als er zwei Tage später 13 der Briefe aus seinem eigenen Briefkasten zog. Neben der Adresse prangte ein Aufkleber: „Empfänger unter der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln!“
„Wenn es ein oder zwei Briefe gewesen wären, dann hätte ich mir nichts dabei gedacht. Aber 13 Stück? Da stimmt doch was nicht!“, sagt Schröder verärgert. Schließlich würden er und seine Frau die Adressenliste seit Jahren nutzen. „Bisher ist nur ganz selten mal ein Brief zurück gekommen. Deshalb wundern wir uns jetzt, dass so viele Adressen nicht stimmen sollen“, meint Schröder. Zudem steckte zwischen den 13 Briefen ein weiterer. Adressiert an eine Person in Cottbus. „Wie kann es sein, dass dieser Brief bei uns in Harburg im Briefkasten landet?“ fragt Gudrun Schröder ungläubig. Ihre Vermutung: „Da hatte einer keine Lust die Briefe auszutragen. Oder hat sie schlichtweg vergessen!“
Das weist Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt von sich. „Unsere Zusteller arbeiten korrekt“, sagt er. Fehler könnten bei den 65 Millionen Briefen, die die Post täglich befördere, dennoch passieren, wie der Brief aus Cottbus zeigt. Post wird jedoch erst dann wieder zurückgeschickt, wenn sich ein Mitarbeiter vor Ort versichert hat, dass der Name nicht am Briefkasten steht, erklärt Hogardt. Bei Infobriefen sei das jedoch anders. Da es sich um eine preisgünstige Sendung handele, würden nicht zustellbare Briefe nach drei Monaten vernichtet – es sei denn der Absender hat das Zurück-schicken extra gebucht und bezahlt.
Das haben die Schröders nicht getan. „Wir wussten das nicht und haben also jahrelang Briefe umsonst geschickt und bezahlt“, ärgert sich Dieter Schröder und seine Frau fügt hinzu: „Langfristig werden wir auf E-Mail umstellen!“
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