„Gut 70 Arbeitsplätze fallen weg“

So soll das neue Gebäude nach heutigem Planungsstand aus- sehen. Grafik: Carlsberg

Im Frühjahr 2019 will Holsten nach Hausbruch umziehen –
Gewerkschaft kritisiert Standort und Jobwegfall

Karin Istel, Hausbruch
Die Bauarbeiten im Gewerbegebiet Hausbruch haben mit dem traditionellen ersten Spatenstich begonnen. Die Brauerei, die zum Carlsberg-Konzern gehört, will im Frühjahr 2019 von Altona in den Süden Hamburgs umziehen. Dann werden die Traditionsmarken Holsten und Astra im Süden Hamburgs gebraut. Doch es gibt Kritik: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bemängelt, dass 70 Jobs beim Umzug auf der Strecke bleiben.
Das neue Grundstück am Heykenaukamp 13 ist rund 67.000 Quadratmeter groß. Hier sollen zukünftig ungefähr 100 Millionen Liter Bier pro Jahr produziert werden. Eine Million Flaschen und mindestens 2.000 Fässer pro Tag pro Tag sollen abgefüllt werden.
Der Umzug bietet der Traditionsbrauerei viele Vorteile:  die Möglichkeit der freien, modernen Planung und baulichen Umsetzung der Produktion sowie Lagerung und Logistik auf dem Gelände. Dies verkürzt die zukünftigen Wegstrecken erheblich. Auch der Wegfall der nächtlichen Verladeverbote trägt zu einer größtmöglichen Effizienz der neuen Brauerei bei.
Die Gewerkschaft NGG übt jedoch scharfe Kritik am Umzug: „Wenn Hamburgs Traditionsbrauerei ins Gewerbebiet Heykenaukamp zieht, dann bleibt etwas Wichtiges auf der Strecke – gut 70 Arbeitsplätze nämlich“, sagt Silke Kettner. Die NGG-Geschäftsführerin der Region Hamburg-Elmshorn fährt fort: „Die Sorge der Holsten-Beschäftigten wächst. Sie haben Angst um die Zukunft der Brauerei und um ihre Arbeitsplätze“,
Dazu kritisiert Kettner die Wahl des neuen Standortes: „Das neue Gewerbegrundstück lässt so gut wie kein Wachstum zu. Bei der Produktionskapazität ist damit kaum Luft nach oben. Das passt nicht zur Hols-ten-Brauerei. Jedenfalls dann nicht, wenn sie sich noch ein Absatzplus zutraut“, so Kettner. „Wir brauchen Regelungen, die Jobs und Arbeitsbedingungen künftig sichern und Kündigungen vermeiden“, appelliert sie an Carlsberg.
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