Frischzellenkur für den Wochenmarkt

Der Sand soll wieder Aushängeschild Harburgs werden. (Foto: mag)

Der Harburger Sand und die Hölertwiete werden aufgepeppt - Grundeigentümer werden zur Kasse gebeten

Andreas Göhring, Harburg - Bitte ein BID! Nicht alle Grundeigentümer im Bereich Sand und Hölertwiete schlossen sich der Bitte ihrer Nachbarn an, in dem etwas heruntergekommenen Areal der Harburger Innenstadt ein
Business Improvement District (kurz: BID) einzurichten. Vier Grundeigentümer verweigerten sich. Da die Befürworter aber klar in der Mehrheit waren, konnte der Senat auf Grundlage des „Gesetzes zur Stärkung der Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gewerbezentren“ das BID einfach anordnen.

Jetzt müssen in den nächsten drei Jahren allein die Grundeigentümer rund 850.000 Euro berappen. Damit kann man sich zwar kein neues zeitgemäßes Innenstadtquartier basteln, in dem die Geschäfte nur so brummen. Man kann das Areal dennoch ordentlich aufpeppen – oder um es in der Sprache der Stadtentwickler auszudrücken: Man kann die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Schon vor dem Umbau soll der Sand schöner werden

„Aufgabenträger“ des BID Sand/Hölertwiete ist das City-management, in persona: Gitte Lansmann. Sie hat sich als Geschäftsführerin des Channel Hamburg, als Citymanagerin und als kreative Ideengeberin für die Harburger Innenstadt einen Namen gemacht. Zuvor war sie unter anderem Leiterin der Tourismus-Zentrale in Hannover, ihr Chef damals: der frühere Harburger Bezirksamtsleiter Jobst Fiedler.
Zentrales Projekt wird die Umgestaltung der Wochenmarktfläche sein, sie bekommt ein neues einheitliches Pflaster, neue Stromanschlüsse und einiges mehr. Finanziert wird es nicht nur durch das BID, Geld steht auch aus dem Etat des „Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) und aus dem Bezirks-etat zur Verfügung. „Wir wollen aber nicht auf den Beginn des Umbaus warten“, sagt Gitte Lansmann, „Wir wollen schon vorher Dinge umsetzen, die den Bereich positiv verändern.“
Breite Unterstützung erfährt Lansmann nicht nur von den Grundeigentümern rund um den Sand. Hinter ihr steht auch Bezirksamtsleiter Thomas Völsch: „Das ist eine einmalige Chance, diesen Bereich wieder zum Aushängeschild Harburgs zu machen.“ Für tatkräftige Unterstützung sorgt auch Bernd Meyer von der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Er hat sich schon seit 2009 für ein BID Sand/Hölertwiete eingesetzt.

Kurzinfos:
Bei einem „Business Improvement District“ (BID) wird jeder Grundeigentümer eines bestimmten Gebietes drei Jahre lang zur Kasse gebeten. Mit dem so eingenommenen Geld sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes – hier: des Sandes udn der Hölertwiete – finanziert werden. Die Kosten pro Grundeigentümer sind vom Wert der Immobilie abhängig. OZ
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