Die Möglichkeiten nicht genutzt

Nur selten kam Wilhelmsburgs Matthias Konczak im Spiel gegen TuS Esingen so ungehindert wie hier zum Torabschluss. (Foto: rp)

Handball: SG Wilhelmsburg unterlag TuS Esingen

- Rainer Ponik, Hamburg-Süd - Die Handballherren der SG Wilhelmsburg warten auch nach dem vierten Hamburg-Liga-Spieltag weiter auf ihren ersten Punktgewinn. Im Heimspiel gegen die zuvor auch noch sieglose Mannschaft vom TuS Esingen unterlag das Team den Gästen knapp mit 24:25-Toren.
Dabei hatten die Schützlinge von Trainer Jens Petersen den besseren Start erwischt, nach nur sieben Minuten bereits mit 5:1 vorn gelegen. Ärgerlich, dass in den zehn Minuten darauf nur ein Treffer gelingen wollte, denn so konnte Esingen nicht nur ausgleichen, sondern sogar seinerseits mit 9:6 in Führung gehen. „Wir hatten in dieser Phase viel Pech im Abschluss, haben mehrmals nur den Pfosten getroffen und dann ein wenig den Faden verloren“, so Jens Petersen. Gut, dass sich die SGW bis zur Halbzeit wieder auf 13:14 herankämpfen konnte.
Nach Wiederanpfiff leisteten sich die Gastgeber dann aber den zweiten Blackout, kassierten in den ersten sechs Minuten sechs Gegentreffer und gerieten mit 14:20 in Rückstand. Es spricht für die Moral der Hausherren, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufsteck-ten, doch technische Fehler und unnötige Ballverluste im Angriffsspiel ermöglichten Esingen zahlreiche Tempogegenstöße, die nicht selten zu Gegentreffern führten.
Nicht zuletzt dank einer starken Torwartleistung von Florian Kessenich schmolz der Rück-stand in den Schlussminuten mehr und mehr zusammen. Nachdem Dennis Eulner auf 24:25 verkürzen konnte und die Gäste in der Schlussminute den Ball verloren, hatte die SGW sogar noch einmal die Chance einen Punkt zu retten. Tobias Borchers, mit fünf Treffern am Ende bester Torschütze seines Teams, übernahm Sekunden vor dem Abpfiff Verantwortung und warf auf das Tor, doch TuS-Keeper Benjamin Boje konnte den Ball abwehren. „Wir haben in den entscheidenden Phasen unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, zog Jens Petersen nach dem Spiel Bilanz. Gänzlich unzufrieden war er dennoch nicht: „Als Aufsteiger hat man es nicht einfach, aber wir haben alle Spiele relativ knapp verloren, waren nicht viel schlechter als unsere Gegner.“ Er hofft, dass er nicht mehr lange auf den ersten Saisonsieg warten muss.
Vielleicht glückt er ja schon am kommenden Sonnabend (20 Uhr, Scharbeutzer Straße), wenn die SG in Rahlstedt auf den AMTV trifft, der bislang auch nur eines von fünf Spielen für sich entscheiden konnte.
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