Deutscher Fassadenpreis geht nach Harburg

Eine große Architekten-Familie: (hinten v. l.) Claus Roscher, Nadine Steiger, André Sawallich, Arne Forstner, Steffi von Stockfleth, Andreas Augustin, Yasmina Meyer, Gerwold Sawallich und Roman Sawallich. Foto: tsilis

Die Architekten Augustin & Sawallich setzten sich gegen 400 Konkurrenten durch

Von Andreas Tsilis.
Elbphilharmonie, Berliner Flughafen, Allianz Arena: Laien denken bei Architektur oft an den ganz großen Wurf. Der Berufsalltag eines Architekten liegt allerdings dichter am Einfamilienhaus als am Olympiastadion. Und er folgt anderen Regeln: Viele Disziplinen müssen vereint werden, von der Gestaltung über die Organisation der Finanzen bis zu rechtlichem Fachwissen.

550 Wohneinheiten saniert und energetisch modernisiert

„Das Entwerfen macht vielleicht zehn Prozent der Arbeitszeit aus“, schätzt Gerwold Sawallich vom Architektenbüro Augustin und Sawallich. Gerade hat sein Büro den Deutschen Fassadenpreis 2014 gewonnen. Fast 400 Vorschläge wurden bei dem Wettbewerb eingereicht, Sawallich und Kollegen beeindruckten durch einen Farbeinsatz, „der die Nutzung des Gebäudes und das Umfeld ideal berücksichtige und perfekt geplant und ausgeführt sei“. 550 Wohneinheiten wurden von den Harburgern in Rahlstedt saniert und energetisch modernisiert. Für Sawallich und Co. nichts ungewöhnliches: Wohnungsbau ist eines ihrer Steckenpferde.

Fachkräftemangel in der
Architekten-Branche

„Wir arbeiten grundsolide“, sagt Firmenchef Sawallich. Zahlen kann er nicht nennen, schließlich liefen viele Aufträge über lange Zeit. Das preisgekrönte Projekt in Rahlstedt dauerte beispielsweise fünf Jahre.
Berücksichtigt man die Sta-tistik des letzten Jahres, kommt man bundesweit auf einen durchschnittlichen Jahresumsatz von knapp 79.000 Euro pro Architekt. Das gilt für Büros mit mindestens zehn Architekten.
In der Branche vollzieht sich gerade ein erstaunlicher Wandel: Momentan herrscht Fachkräftemangel, während sich noch vor fünf Jahren bei
Augustin und Sawallich fast 100 Architekten um einen Job bewarben. Momentan werden im Büro am Mehringweg zwei Ausführungsplaner gesucht. Für diese „verantwortungsvolle Aufgabe“ haben sich fünf Bewerber interessiert. Einer von ihnen ist ein Dottore (Doktor) aus Italien.


Augustin
und Sawallich

wurde 1933 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt zehn Architekten und eine Sekretärin. Die Mitarbeiter werden fest und nicht nur projektbezogen eingestellt.
Zahlreiche Wohnungsbauunternehmen, Private und Gewerbetreibende aus der Metropolregion Hamburg gehören zu den Kunden des Unternehmens. Bundesweit gibt es rund 129.000 Architekten. Bei einem Planungsvolumen von 8,5 Milliarden Euro wird eine jährliche Bausumme von 240 Milliarden Euro bewegt. (AT)

Architekten Augustin &
Sawallich GmbH,
Mehringweg 24,
Tel 790 18 70
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