Attraktivitäts-Schub für Harburg

So sieht das Puzzle aus Sicht der Harburger Verwaltung aus. Jetzt muss alles so aufeinander abgestimmt werden, dass die Harburger Innenstadt attraktiver wird. (Foto: Grafik: bezirksamt harburg)

Harburger Innenstadt: Gutachter sollen das „Stadt-Puzzle“ vollenden

Andreas Göhring, Harburg - Es ist ein Stadt-Puzzle, an dem Politik und Verwaltung seit mehr als einem Jahrzehnt herumdoktern. Immer noch nicht ist man sich über die richtige Anordnung der einzelnen Teile für eine attraktive Harburger Innenstadt einig, vielleicht fehlt auch noch ein Teil. Einig ist man sich nur darüber, dass ein großes Puzzleteil zu viel im Spiel ist: das marode Harburg-Center.
Die Verbindung zwischen dem mächtigen Phoenix-Center und der stark frequentierten, aber wenig attraktiven Fußgängerzone „Lü“ ist in der Tat ein Puzzle mit fast unüberschaubar vielen Einzelteilen. Dass es endlich vollendet werden muss, darüber herrscht Einigkeit. Warum? Weil selbst das Bezirksamt feststellt, dass es „im Lauf zwischen Phoenix-Center über die Moorstraße in die Seevepassage und Lüneburger Straße bis zum Standort Karstadt“ einen „Trading Down Effekt“ gibt.
Darunter ist jener Teufelskreis im Einzelhandel zu verstehen, der mit einzelnen Ladenschließungen beginnt, im Laufe der Zeit zu einem Qualitätsverlust im Angebot und schließlich zu größeren Leerständen und dem Ende eines attraktiven Einzelhandelsstandorts führt.
Das soll verhindert werden – zum Beispiel mit dem Geld, dass die Betreiber des
Phoenix-Centers für die politische Zustimmung zu einer Erweiterung um einige Tausend Quadratmeter Verkaufsfläche zahlen mussten.
Fünf Planungsbüros sollen Ideen entwickeln
In einer Sondersitzung ihresHauptausschusses hat die Bezirksversammlung jetzt mit großer Mehrheit beschlossen, fünf Planungsbüros mit der Entwicklung von Ideen für die Gestaltung der letzten, entscheidenden Puzzleteile zu entwickeln.
Diese Entscheidung war zunächst umstritten, denn einige Bezirksabgeordnete wie Jürgen Duenbostel von der Linken zweifelten an der Effektivität solcher Gutachterverfahren. Der CDU wiederum passte unter anderem einige Formulierungen in der Entscheidungsvorlage des Bezirksamts nicht. So hieß es dort über die Seevepassage: „Die Angebote der migrantischen Kultur werden als starkes Alleinstellungsmerkmal weiterentwickelt.“ Mit der neuen Formulierung kann auch die CDU leben: „Die Seevepassage soll sich zukünftig als ein Stadtraum mit eigenem Charakter und vielen Besonderheiten präsentieren.“
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1 Kommentar
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Petra Weinstein aus Harburg | 29.07.2015 | 22:13  
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