Arbeitsloser im Glück

Nach über einem Jahr meldet sich endlich die Rentenversicherung

Vor drei Wochen berichtete das Wochenblatt über den Harburger Arbeitslosen Ralf Goetzke, der zwischen die Mühlen von Arbeitsagentur und Deutscher Rentenversicherung (DRV) geraten war. Obwohl er auf eigene Initiative einen Job gefunden hatte, durfte er diesen nicht antreten. Der Grund: Sture Bürokratie. Überraschend gibt es für den 48-Jährigen nun doch noch ein gutes Ende.
Goetzke, der nach zwei Arbeitsunfällen nicht mehr in seinem Beruf als Lkw-Fahrer arbeiten konnte, hatte bei der DRV eine Umschulung beantragt. Als der Antrag abgelehnte wurde, legte er Widerspruch ein und wartete. Nach einem Jahr vergeblichen Wartens suchte er sich selbst einen Job, den er trotz Verletzung hätte ausüben können. Doch das Arbeitsamt wollte die nötige elfwöchige Schulung nicht finanzieren, weil der Antrag bei der DRV noch lief. Goetzke: „Nun kriege ich weiter Arbeitslosengeld, das macht doch keinen Sinn!“
Nach über einem Jahr hat sich jetzt die DRV gemeldet: Der Antrag auf Umschulung ist genehmigt! Warum hat das so lange gedauert? „Widerspruchsverfahren dauern meist so lange“, so DRV-Sprecherin Nadine Radtke. Allerdings hätte es bei ihm schon sehr lange gedauert, räumt sie ein. „Das hat mit der Urlaubszeit zu tun“, so Radtke.
Ralf Goetzke jedenfalls kann sein Glück kaum fassen. „Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet“, sagt er. Der Harburger würde sich gerne zum Zugbegleiter umschulen lassen.
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