Tennisplatzbau in Eigenregie

Stolz zeigen sich Claus Küster und Ute Schomakers (M.) auf dem neuen Platz, auf dem Bettina Behrens und Tobias Stern (l.) nach einem Sieg gegen Petra Diesing und Christian Heger (r.) gerade Vereinsmeister im Mixed wurden. Foto: rp
Hamburg: SC Union von 1903 e.V. |

Unions Tennissparte stand vor dem Ruin, doch jetzt geht es bergauf

Rainer Ponik, Hamburg-West
Es ist noch gar nicht so lang her, da stand die Tennisabteilung des SC Union 03 fast vor dem Aus. Nachdem das American Football Team der Blue Devils im angrenzenden Jahnstadion seine Heimspiele austrug, mussten mehrere Tennisplätze den neu errichteten Zuschauertribünen weichen. Der SC Union erhielt zum Ausgleich zwar ein paar Plätze in der Nähe, doch das Herzstück direkt gegenüber vom Clubheim fehlte. Durch die Zerstückelung der Platzanlage litt auch die Stimmung im Club: Zahlreiche Austritte ließen die Mitgliederzahl auf unter 100 sinken.
Als die Footballer dann weiterzogen, waren die Plätze von Unkraut überwuchert. Emsig wurde die Anlage verschönert und um neue Mitglieder geworben. Dann ergriff noch Platzwart Claus Küs-ter die Initiative. Er setzte sich in den Kopf, einen der alten Plätze wieder herzurichten. Auch ohne große Vorerfahrung entfernte er 50 Kubikmeter Unkraut und Altsand, trug neue Schichten von Lava und Ziegelmehl auf und wässerte, pflegte und walzte den Platz so lange, bis er vor vier Wochen für den Spielbetrieb freigegeben werden konnte. „Claus ist für uns wirklich Gold wert!“, lobte Ute Schomakers, die einzige weibliche Präsidentin im Hamburger Tennis-Westen, das Engagement des Vereinsangestellten.
Pünktlich zu den Endspielen der Vereinsmeisterschaften wurde mit Sekt und Selters auf die Wiederbelebung des alten „Center-Courts“ angestoßen. „Die Anlage ist durch diese Maßnahme enorm aufgewertet worden, denn das Herz der Anlage schlägt wieder“, freut sich Ute Schomakers.
Kein Wunder, dass der SC Union in den vergangenen Monaten sehr viele Mitglieder hinzugewinnen konnte. Eine Ent-
wicklung, die dem allgemeinen Trend entgegenläuft. „Die Anzahl liegt jetzt bei 180, hat sich also fast verdoppelt“, blickt Ute Schomakers der sportlichen Zukunft wieder optimistisch entgegen.
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