St. Pauli schnupperte am Punktgewinn

St. Paulis Jan Niklas Rode zählte am Sonnabend zu den besten Spielern seines Teams und war oft nur mit unfairen Mitteln zu stoppen.

Handball: HSV2 gewinnt das Oberligaderby – St. Paulis Steffen Greve ist trotzdem zufrieden

Rainer Ponik, hamburg-west

Beim Hamburger Oberliga-Derby zwischen den Handballteams des FC St. Pauli und der zweíten Mannschaft des HSV Hamburg sorgten rund 400 Fans in der rappelvollen Sporthalle an der Budapester Straße für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Klar, dass beide Teams sich von Anfang an nichts schenkten und motiviert zu Werke gingen. Bis zum 5:5 sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, doch kurz vor dem Seitenwechsel zog der in dieser Spielzeit unbesiegte HSV auf 17:12 davon, ehe St. Pauli in der Schlussminute noch auf 14:17 verkürzen konnte.
Nach dem Wechsel setzten die Gastgeber alles daran, den Drei-Tore-Rückstand wettzumachen, doch immer , wenn der FC auf ein Tor herangekommen war, hatten die Gäste die passende Antwort parat.
Bundesliga-Keeper Max-Henri Herrmann, der ebenso wie Kreisläufer Tim Oliver Brauer und Rechtsaußen Kevin Herbst diesmal in der „Zweiten“ aushalf, hielt mehrere Siebenmeter und trug seinen Teil dazu bei, dass der Ausgleich nicht fallen wollte.
Kurz vor Schluss brachte Kreisläufer Renke Behrens die Braun-Weißen trotzdem noch einmal auf 28:29 heran. Wieder lag der Ausgleich in der Luft, doch auch in dieser Situation fehlte dem FC die Entschlossenheit und wohl auch das Quäntchen Glück, das nötig gewesen wäre, um dem Favoriten einen Punkt abzujagen. So verlor der FC St. Pauli das Derby am Ende mit 29:31, was die Fans allerdings nicht davon abhielt, ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen zu feiern.
„Dass der HSV gleich drei Spieler aus dem Profi-Kader eingesetzt hat, zeigt, dass man bei unserem Gegner sehr großen Respekt vor meiner Mannschaft hat“, wertete St. Pauli-Trainer Steffen Greve diesen Umstand als Kompliment an sein Team, das dem Meisterschaftsanwärter tatsächlich alles abverlangte.
Beste Torschützen beim FC St. Pauli waren neben Siebenmeter-Spezialist Ben Leger (9/5) Johannes Beck (5) und Jan-Niklas Rode (4). Leger, Rode und der vom Zweitligisten Henstedt-Ulzburg zu St. Pauli gewechselte Rasmus Gersch, setzten ihre Mitspieler immer wieder geschickt in Szene und verdienten sich ein Sonderlob ihres Trainers, der allerdings betonte, dass die gesamte Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt hat.
In den kommenden beiden Auswärtsspielen in Barmbek und Herzhorn will der FC, der momentan den 8. Tabellenplatz belegt, nun möglichst viele Punkte sammeln, um dem hoch gesteckten Saisonziel („ein Platz unter den ersten fünf Teams der Liga“, so Steffen Greve) wieder ein Stück näherzukommen.
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