Saisonziel schon fast erreicht

Für die Volleyballerinnen des ETV läuft es auch in dieser Spielzeit bislang ausgesprochen gut. Das ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt scheint schon so gut wie erreicht. (Foto: pr)

Eimsbütteler Volleyball-Damen triumphieren trotz vieler Verletzter

Von Jens Beeskow
Es läuft gut in für die Volleyball-Damen des Eimsbütteler TV, und das nicht erst in dieser Saison. Als Aufsteiger in die Dritte Liga landete das Team von Trainer Ulrich Kahl in der abgelaufenen Spielzeit bereits auf einem guten sechsten Platz, und nach der Hinrunde der aktuellen steht das Team mit fünf Siegen aus acht Spielen sogar auf dem dritten Rang.
Der Coach ist selbst einigermaßen überrascht, dass es so gut läuft. „Wir waren uns schon vor der letzten Saison nicht sicher, ob wir es schaffen, in der Liga zu bleiben, und so ist es auch diesmal“, so Kahl. Aber schon jetzt lehnt er sich aus dem Fenster und sagt zufrieden: „Den Klassenerhalt müssten wir eigentlich schon so gut wie unter Dach und Fach haben.“

Viele Verletzte in der aktuellen Saison
Gerade diese Saison startete denkbar ungünstig. Die beiden Haupt-Annahmespielerinnen und auch noch die erste Alternative hatten sich zum Teil schwer verletzt und werden vermutlich in dieser Spielzeit nicht mehr auf dem Platz stehen. Dennoch geriet der Saisonstart erfolgreich. Unter anderem wurde der ambitionierte Vizemeister BBSC Berlin geschlagen. Dann half eine glückliche Fügung: Die frühere Deutsche Beachvolleyball-Meisterin Jana Köhler schloss sich am dritten Spieltag dem ETV an. „Jana kann zwar nicht jede Trainingseinheit mitmachen, ist aber ein sehr positiver Typ, der die Mannschaft in vielen Bereichen beeinflusst“, so Kahl über den Neuzugang. Köhler komme oft von der Bank, bringe dann aber viel Stabilität in der Annahme, und auch im Angriff sei die 30-Jährige ehemalige Profi-Spielerin immer eine Option.

Stärke liegt nicht in der Offensive
An der „unkonventionellen Spielweise“, wie das Team selbst sagt, habe sich aber auch mit Jana Köhler nicht viel geändert. Im Kader fehlt es laut Kahl an einer Spielerin, die einen so genannten Kill-Ball spielen kann. „Wir sind offensiv eigentlich in fast jedem Spiel unterlegen, halten den Ball immer lange im Spiel. Gelingt uns das, steigen unsere Chancen auf den Punkt“, beschreibt Kahl. „Wenn ich mir aber was wünschen dürfte, dann eine Spielerin, die in Annahme und Abschluss gleichermaßen effektiv ist.“
Wenn diese Saison am Ende mit einer Verbesserung im Klassement endet, ist Ulrich Kahl schon völlig zufrieden. „Platz drei wäre sicher sehr ambitioniert, aber wir wollen den sportlichen Erfolg.“ Das schließt als mittelfristiges Ziel durchaus auch den Aufstieg in die Zweite Liga mit ein. Jetzt geht es am 9. Januar aber erstmal gegen Schlusslicht Kiel um den nächsten Sieg.
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