Polo schafft Bundesligaaufstieg

Rissens Philip Weber (links) – hier im Duell mit Flottbeks Stefan Witte – darf nach den wichtigen Punktgewinnen vom Wochenende mit seinem Team wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Foto: rp

Sensationell: Von der Hockey-Oberliga geht es in einem Rutsch in die 1. Liga

RAINER PONIK; HAMBURG-WEST

„Das ist einfach nur genial!“, ließ Matthias Witthaus am vergangenen Sonnabend seinen Gefühlen freien Lauf. Kurz zuvor hatte der Spielertrainer den Aufstieg in die Bundesliga durch einen klaren 9:5-Erfolg im Spitzenspiel gegen den DTV Hannover perfekt gemacht. Weil der THK Rissen dem Tabellenführer durch ein mit letztem Einsatz erkämpftes 4:4 im Westderby beim Großflottbeker THGC Schützenhilfe leistete, konnte der Polo Club bereits zwei Spieltage vor Saisonende seinen Durchmarsch von der Oberliga mit dem Aufstieg in die Bundesliga krönen.

700 Fans beim Derby
im Christianeum

500 Fans bejubelten das souveräne 9:5 des Polo Clubs, der sich nach zwei Punkteteilungen rechtzeitig wieder in Topform befand. Tim Witthaus (3), Nick Algner, Franz Lindengrün und Carlos Nevado (je 2) schossen den Tabellenführer, der schon kurz nach der Halbzeitpause mit 7:2 führte, an der Jenischstraße zum sechsten Saisonsieg.
Weitaus spannender ging es im Duell zwischen den GTHGC und den abstiegsbedrohten Rissenern zu. Die Gastgeber konnten die knappe 1:0-Führung vor den 200 Fans im Christianeum nach der Halbzeit durch Treffer von Philipp Witte und Marius Müller zwar auf 3:0 ausbauen, doch die Rissener-Oldie-Truppe um einen starken Florian Westphalen im THK-Tor kämpfte sich durch Tore von Philipp Weber und Jakob Stumme wieder auf 2:3 heran. Auch nach Max Baumgardt 4:2 ließen die Gäste nicht die Köpfe hängen. Tim-Oliver Fedeler netzte nach einer Strafecke zum 3:4 ein und nachdem Malte Pingel nach einem tollen Solo über das ganze Feld zwei Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich erzielte, war das Remis perfekt.
Nur einen Tag später sahen 180 Zuschauer im Rissener Abstiegsduell gegen Marienthal den
nächsten Hockeykrimi. Benjamin Laatzen und Markus Weßeling schossen gegen die bis dahin punktgleichen Gäste zwar einen 2:0-Vorsprung heraus, doch den konnte der MTHC wieder ausgleichen. Zwei Minuten vor dem Ende riskierte THK-Trainer Kai Britze alles und nahm seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Platz. Das zeigte Wirkung, denn Benjamin Laatzen traf prompt zum 3:2-Endstand, der den THK wieder auf den Klassenerhalt hoffen lässt.
Zu einer sportlichen Meisterschaftsfeier geriet indes das zweite Derby des Wochenendes, in dem der PoloClub beim GTHGC vor der Rekordkulisse von 700 Fans einen 8:4-Sieg feierte.
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