Ist das bitter: Altona 93 verpasst den Regionalligaaufstieg

Felix Brügmann konnte den AFC in seinem letzten Spiel für Altona nicht in die Regionalliga schießen; in der Sommerpause wechselt der torgefährliche Offensivspieler zum 1. FC Lok Leipzig. Foto: rp

Zwei Elfmeter in der Nachspielzeit entscheiden

Von Rainer Ponik. Gibt es einen Fußballgott? Wenn ja, dann hat er am Dienstagabend die Oberligakicker von Altona 93 verlassen. Im entscheidenden dritten Relegationsspiel verpasste der AFC beim niedersächsischen Vizemeister Germania Egestorf-Langreder durch ein 1:2 in der Nachspielzeit den Aufstieg in die Regionalliga.
Vor über 1.200 Zuschauern in Barsinghausen war die Offensive der Gastgeber recht harmlos. Doch nach einer knappen halben Stunde gingen sie dennoch in Führung: Altonas Torwart Joshua Du Preez hatte sich bei einer Freistoßflanke verschätzt und so das 1:0 für Egestorf-Langreder ermöglicht.
Der AFC hatte zuvor die besseren Chancen gehabt, doch Kemo Kranich scheiterte mehrfach knapp. Nachdem auch Felix Brügmann den Ball kurz vor dem Pausenpfiff nicht über die Torlinie drücken konnte, ging es für den AFC mit einem
Rückstand in die Kabine.
Auch nach Wiederanpfiff war Altona 93 die bessere Mannschaft. Angefeuert von den etwa 350 mitgereisten Fans schnürte der AFC die Gastgeber in der eigenen Hälfte ein und spielte sich weitere Torgelegenheiten heraus, doch weder Philipp Körner, der den Ball nach einem Volleyschuss von Hannes Niemeyer aus kurzer Entfernung über die Latte drosch noch seinen Teamkameraden wollte lange Zeit der Ausgleich gelingen.

Trainer Berkan Algan: „Das ist nicht fair!“

Es lief schon die Nachspielzeit als Abwehr-Ass Ronny Buchholz nach einer Ecke von Jakob Sachs aus dem Gewühl vor dem Egestorfer Tor heraus das hochverdiente 1:1 erzielte. Ganz Altona lag sich in den Armen, doch in der 94. Minute folgte das blanke Entsetzen: Germanias Andreas Baranek schoss Buchholz den Ball im Altonaer Strafraum aus kurzer Entfernung an den Arm, worauf Schiedsrichter Tim Skorzyk auf Handelfmeter entschied. Egestorfs Schütze behielt die Nerven, verwandelte den Strafstoß und beförderte den AFC ins Tal der Tränen, denn weil der SV Eichede gegen den Bremer SV im Parallelspiel ebenfalls in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 2:1-Sieg gegen den Bremer SV verwandelte, löste sich der Traum vom Aufstieg für die 93er in Luft auf.
„Das ist nicht fair!“, stand AFC-Trainer Berkan Algan direkt nach Spielschluss noch unter Schock. Bitterer hätte die Saison für die Altonaer, die von den vier Aufstiegskandidaten in der Relegation den besten Eindruck hinterlassen hatten, es aber versäumten ihre Torchancen konsequenter zu nutzen, nicht enden können.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.