Drama in Schlussminuten

Hamburg: FC St. Pauli Handball |

Schwache Endphase kostete St. Pauli den Sieg

Rainer Ponik,
Hamburg-West
Die Oberligahandballer vom FC St. Pauli haben ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn MTV Herzhorn mit 22:24 verloren und dadurch die Chance verpasst, sich ein kleines Punktepolster auf die Abstiegsplätze herauszuwerfen.
„Sehr schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat“, ärgerte sich Pauli-Trainer Steffen Greve über die unnötige Niederlage. Mehr als 200 Zuschauer sahen eine ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber fast immer knapp vorn lagen. So auch zur Halbzeit, als Pauli mit 12:11 führte. Nach dem Wechsel konnten die Gastgeber den Vorsprung mehrmals auf bis zu drei Tore ausbauen. Obwohl die Schiedsrichter viele, und nicht immer nachvollziehbare Zeitstrafen gegen die Braun-Weißen verhängten, hatte St. Pauli lange stets die richtige Antwort parat. In der Abwehr wurde gut zugepackt, so dass die Hausherren auch in Unterzahl gut mithalten konnten. Nach der dritten Zeitstrafe für Abwehr-Ass Sebastian Wippich drohte das Spiel beim Stande von 19:18 zu kippen, doch statt des befürchteten Ausgleichs fielen die nächsten Tore auf der anderen Seite. Johannes Vorst, der mit seinem insgesamt acht Treffern neben Ben Leger (fünf) und Klaus Häfele (vier) wieder einmal zu den besten Torschützen seiner Mannschaft zählte, traf aus dem Rückraum heraus doppelt und erhöhte auf 21:18.
St. Pauli hatte fünf Minuten vor dem Ende alle Trümpfe in der Hand und schaffte es dennoch, den fast eingetüteten Heimsieg noch zu verspielen. „Einige Spieler hatten zuviel Angst davor, dass das Spiel doch noch verloren gehen könnte“, kommentierte Steffen Greve den fast kollektiven Blackout seines Teams, in dessen Reihen in den Schlussminuten beim eigenen Torabschluss kaum jemand einmal Verantwortung übernehmen mochte. Obwohl Pauli-Torwart Sven Alt, der neben Spielmacher Christian Clausen zu den besten Spielern seiner Mannschaft zählte, zuvor eine ganze Reihe schwerer Würfe entschärfte, konnte er die knappe Niederlage auch nicht verhindern.
„Wir werden das Spiel noch einmal analysieren und dann wieder nach vorn blicken“, glaubt Steffen Greve, dass dieser Rückschlag sein Team eher motivieren als bremsen wird.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.