34:36 - Niederlage im Kellerderby

Trainer Karsten Heide und seinem Team fehlten in Lübeck das Quäntchen Glück. Beim VfL Bad Schwartau II musste der Oberliga-Aufsteiger die siebte Niederlage in Folge einstecken. Foto: rp
Hamburg: FC St. Pauli Handball |

Handball-Oberliga: Pauli Tabellenletzter, gibt aber längst noch nicht auf

von Rainer Ponik

In der Kabine blieb es still. Die Enttäuschung über die 34:36-Niederlage im Kellerderby beim VfL Bad Schwartau war bei den Oberliga-Handballern des FC St. Pauli einfach zu groß. „Wir hatten den Sieg schon vor Augen, aber am Ende haben wir schon wieder Nerven gezeigt“, ärgerte sich Trainer Karsten Heide über die siebente Pleite in Folge.
Vor dem Anpfiff war die Zuversicht noch groß. Und als die Paulianer nach den ersten Minuten mit 5:0 in Führung gingen, deutete einiges darauf hin, als solle der FC mit einem Sieg ins neue Jahr starten.
Vor allem Arne Dohren präsentierte sich in Topform und erzielte in der ersten Halbzeit gleich zehn Tore. Klar, dass der Gegner, der bis zur Halbzeit auf 18:16 verkürzen konnte, den gefährlichsten Angreifer der Braun-Weißen nach dem Seitenwechsel kurz deckte. Prompt kam das Angriffsspiel der Gäste ins Stocken.
Die Partie wogte in der Folgezeit mehrfach hin und her, doch kurz vor Schluss führte St. Pauli wieder mit 32:30. War es das fehlende Selbstvertrauen oder die Angst vor dem Versagen, die in den Schlussminuten dazu führte, dass sich das Blatt doch noch wendete? Spielen konditionelle Gründe eine Rolle? „Dass wir keinen so großen Trainingsaufwand wie unsere Oberliga-Konkurrenten betreiben, gehört zum Konzept. Die Kraft ließ am Ende etwas nach, war aber nicht allein ausschlaggebend dafür, dass wir uns den Sieg noch nehmen ließen“, sagt Karsten Heide.
Aber auch nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz hat man die Hoffnungen auf den Klassenerhalt keineswegs aufgegeben. Warum auch: Acht der restlichen elf Spiele darf der FC St.Pauli schließlich in der eigenen Halle austragen. „In den restlichen Spielen werden wir alles daransetzen, uns noch aus dem Abstiegssumpf herauszuziehen“, verspricht Teamleader Klaus Häfele. Bes-te Torschützen in Lübeck waren Johannes Vorst (13 Tore) und Arne Dohren (11).
Nach einer kurzen Spielpause trifft der FC am Sonnabend, 28. Januar (19.30 Uhr, Budapester Straße 58), auf den Tabellenvierten Alt-Duvenstedt, der zuletzt sechs von acht Spiele für sich entscheiden konnte.
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