Zweithöchste Sturmflut seit Beginn der Messungen

Der Sturm brachte viel Wasser: hier ein Blick auf den überfluteten Fischmarkt - im Hintergrund die Fischauktionshalle. (Foto: cvs)

Sturm „Xaver“ brachte viel Wasser und den ersten Schnee

Mehr Wasser als Wind brachte „Xaver“ den Hamburgern in der vergangenen Woche. Nach den Erfahrungen mit dem Oktobersturm „Christian“ hatten diesmal alle Alarmglocken geklingelt. Die Stadt bereitete sich auf einen Jahrhundertsturm vor, die Feuerwehren standen Gewehr bei Fuß. Doch Xaver zeigte sich gnädig und tobte sich vorwiegend an den Küsten aus.
Im Westen Hamburgs fiel der eine oder andere Baum, Menschen kamen nicht zu Schaden, und die Schüler freuten sich über einen geschenkten freien Tag. Die in die Elbvororte führenden S-Bahnstrecken mussten zeitweise wegen Bäumen auf den Gleisen gesperrt werden.
Spektakulär – und das Motiv vieler Fotografen – waren die Sturmfluten, die mit Xaver einhergingen. Nach Auskunft des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation bestätigte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Freitagmorgen einen Pegelstand des Morgenhochwassers von 3,98 Meter über dem mittleren Hochwasser am Pegel St. Pauli. Damit war diese Sturmflut die zweitschwerste nach der vom 3. Januar 1976. Damals wurde ein Rekordpegelstand von 4,34 Meter über dem mittleren Hochwasser (MHW) erreicht. Ab einem Pegelstand von 3,50 Meter über dem MHW spricht man von einer sehr schweren Sturmflut.
Die verheerende Sturmflut von 1962 war exakt 39 Zentimeter niedriger als die, die Xaver die Elbe hochspülte.
Zum Schluss beschenkte Xaver die Stadt zum Nikolaustag noch mit ein paar Ladungen Schnee.
Die Schausteller des Winterdoms hätten auf Xavers Besuch gern verzichtet. Kurz bevor der Dom am 8. Dezember ohnehin für dieses Jahr seine Tore zu machte, musste am Donnerstag davor alles festgeschnallt und dichtgemacht werden. Dom und Weihnachtsmärkte hatten an diesem Tag geschlossen.
Trotzdem besuchten in diesem Jahr insgesamt drei Millionen Besucher den Winterdom, „trotz Xaver ein gelungener Saisonabschluss“, zog Berndt Klempe, Vorsitzender vom Landesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg e.V., Bilanz.
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