Zwei neue Eisbrecher für den Hafen

Sorgt im Hafen für eine freie Fahrrinne bei Frost: Der neue Eisbrecher „Johann Reinke“. (Foto: pr)

„Christian Nehls“ und „Johann Reinke“ halten bei Frost die Terminals frei

Von Gaby Pöpleu

Wenn’s länger richtig eiskalt ist, müssen „Christian Nehls“ und „Johann Reinke“ ran. So heißen die beiden neuen Eisbrecher die Hamburg Port Authority jetzt für den Hafen angeschafft hat. Sie ersetzen die ausgemusterten „Christian Nehls“ und „Hafenbau 2“ - sie waren zu alt. Zwei weitere Eisbrecher, „Hugo Lentz“ und „Johannes Dalman“ sind noch im Bau.
In Zukunft werden „Christian Nehls“ und „Johann Reinke“ zusammen mit ihren vier schwimmenden Kollegen dafür sorgen, dass Fähren und Schiffe auch bei längerem Frost im Hafen fahren können und die Terminals erreichbar bleiben. Das ist nicht nur für die Hafenwirtschaft wichtig, sondern auch für den Hochwasserschutz: Die Eisbrecher verhindern, dass dicke Eisschollen die Elbe aufstauen und das Eis auf die Deiche drückt.

Mit Modellen in der Versuchsanstalt getestet
Die Form der neuen Eisbrecher haben die Schiffsbauer der Hitzler Werft in Lauenburg von den alten Schleppern übernommen. Denn die hat sich in jahrzehntelangem Kampf gegen das Eis im Hamburger Hafen bestens bewährt. Zusätzlich wurden Modelle angefertigt um in der Hamburgischen Schiffbauversuchsanstalt zu testen, ob die Schiffe stabil genug sind.
Die Technik der 18 Meter langen Eisbrecher ist auf dem allerneuesten Stand: Die kräftigen Dieselmotoren stoßen wenig Abgase aus, es gibt Rußpartikelfilter bei den Hilfsdieseln. Gut für die Umwelt: Die Motorabwärme wird für die Heizung verwendet, alle Abwässer werden an Land entsorgt, LED-Licht verbraucht weniger Energie.
Wenn es kein Eis zu brechen gibt, weil das Wetter warm ist, können die Eisbrecher wie gewöhnliche Schlepper und Transporter im Hafen eingesetzt werden.
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