Zu teuer fürs Arbeitsamt - da half der Sportverein

Der frisch gebackene zertifizierte Platzwart Patrick Möller (M.) verdankt seine Ausbildung dem Engagement der BSV 19 Geschäftsführerin Babette Reisberg und dem DFB-Egidius Braun-Stiftungsbotschafter Volker Okun. Foto: pr

BSV 19 und zwei Stiftungen zahlten Patrick Möller die Ausbildung

Von Christiane Handke.
Das Arbeitsamt lehnte die Ausbildung von Patrick Möller (37) ab. Da sprangen zwei Stiftungen und ein Sportverein ein und bezahlten dem 37-Jährigen Arbeitslosen einen Lehrgang im Berufsbildungszentrum in Freising/Bayern. Mit Erfolg: Möller ist jetzt der erste Hamburger, der mit Mitteln des Deutschen Fußballbundes Hamburgs zum „zertifizierter Platzwart für Freisportanlagen“ ausgebildet wurde: „Ich freue mich sehr. Endlich habe ich etwas in der Hand, eine qualifizierte Ausbildung, und kann sagen: Ich bin geprüfter Platz-wart.“
Seit Möller vor sieben Jahren in den BSV 19 eintrat, arbeitete er ehrenamtlich als Platzwarthelfer auf dem Sportplatz Baurstraße für seinen Verein. Sein Traum: eine Ausbildung zum hauptamtlichen Platzwart. „Ich habe mich überall informiert und alles darüber herausgefunden.
Aber das Arbeitsamt sagte mal ja, mal nein und hat es schließlich ganz abgelehnt.“ Die Ausbildung gibt es nur im Rheinland und in Bayern. Zu teuer für das Arbeitsamt in Hamburg. Außerdem gebe es „keinen Bedarf“.
Das wollte Babette Reisberg, die als Geschäftsführerin des BSV 19 genau wusste, wie engagiert Möller war, so nicht stehen lassen. Auf ihre Initiative hin wurden die Gesamtkos-ten von 3.000 Euro für Möllers Ausbildung gedrittelt. 1.000 Euro gab der BSV 19, 1.000 die DFB-Stiftung Egidius Braun, und 1.000 Euro kam von der Aktion Von Mensch zu Mensch vom Hamburger Abendblatt.
Mit seiner Ausbildung hat Patrick Möller, der verheiratet und Vater eines Kindes ist, nun die Chance, nach Fertigstellung der geplanten Großsportanlage an der Baurstraße in ein festes Vollzeitarbeitsverhältnis übernommen zu werden.
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1 Kommentar
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Peter Anders aus Lurup | 20.05.2014 | 15:30  
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