Zu Gast bei Bach und Telemann

Zu Hause bei Bachs: Cembalobauer Martin Kather präsentiert dem berühmten Komponisten (oder dessen Darsteller) ein originalgetreu nachgebautes Clavichord. (Foto: www.fotografiehamburg.de)

In der Peterstraße hat das „KomponistenQuartier“ eröffnet.

Von Christopher von Savigny.
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) und Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788) sind zwei berühmte Komponisten, die nicht nur dadurch miteinander verbunden sind, dass Telemann bei der Taufe Bachs Pate stand. Beide haben darüber hinaus einen erheblichenTeil ihres Musikerlebens in Hamburg verbracht. Mit der Eröffnung des „KomponistenQuartiers“ in der Peterstraße am Mittwoch, 18. März, wird dem musikalischen Schaffen der beiden ehemaligen Hamburger Musikdirektoren erstmals Rechnung getragen.
Auch das musikalische Oeuvre von Johann Adolf Hasse (1699 – 1783), ebenso ein bedeutender Hamburger Musiker und Opernkomponist, wird in dem Museum dokumentiert. Initiator der Ausstellung, deren Verwirklichung zwei Jahre in Anspruch genommen hat, ist die Carl-Toepfer-Stiftung.
Untergebracht ist das Ausstellungshaus in den historischen Backsteinhäusern der Hamburger Neustadt. Als Eingangsbereich und Besucherzentrum fungiert das ehemalige Restaurant „Zum Alten Senator“ an der Ecke Peterstraße / Neanderstraße. Auf anschauliche Weise möchte das Museum seinen Besuchern Leben und Wirken der drei Hamburger Komponisten nahebringen: So werden nicht nur originale Libretti, Noten, Konzertprogramme und Briefe präsentiert, sondern auch Videoclips und Trickfilme – etwa zum Thema „Was ist ein Generalbass?“. Zu den Museums-Highlights gehören ein originalgetreuer Nachbau von Bachs Lieblingsinstrument, dem Clavichord, und ein Modell einer barocken Opernbühne.
Mit dem KomponistenQuartier hat sich die Carl-Toepfer-Stiftung einen lang gehegten Traum erfüllt: Bereits seit 1971 kann man in der Peterstraße ein Museum besichtigen, das sich dem Leben und Werk von Johannes Brahms (1833 – 1897) widmet. Auch das Telemann-Museum besteht schon seit einigen Jahren, wurde aber jetzt im Rahmen der Eröffnung umgebaut.
Insgesamt 800.000 Euro haben die Baumaßnahmen gekostet. „Das KomponistenQuartier wird die reiche Tradition der Musikstadt Hamburg auf begrüßenswerte Weise sichtbar machen“, sagt Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler.
Für die Verantwortlichen ist das Projekt im Übrigen noch nicht abgeschlossen: Angedacht sind zwei weitere Museen für Gustav Mahler (1860 – 1911), ehemaliger Kapellmeister am Hamburger Stadttheater, sowie für das Fanny Hensel (1805 – 1847) und Felix Mendelssohn (1809 – 1847). Das komponierende Geschwisterpaar wurde in Hamburg geboren.
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