Zu Fuß nach Fehmarn und zurück

Tapfere Wandersleut, zurück in der Heimat: die 8a der STS Bahrenfeld mit ihren Betreuern Christian Wolff und Babette Hörold. (Einige Teilnehmer konnten beim Fototermin nicht dabei sein.)

Wieder zu Hause: Die 8a der Stadtteilschule Bahrenfeld hat ihre Mammutwanderung geschafft.

Von Christopher von Savigny.
„Wir sind an unsere Grenzen gekommen – jeden Tag!“, sagt Jeremy (14) stellvertretend für seine Mitschüler. Was die Klasse 8a der Stadtteilschule Bahrenfeld geschafft hat, das macht ihr niemand so leicht nach: Innerhalb von drei Wochen wanderten die 19 Jugendlichen zusammen mit drei Betreuern rund 300 Kilometer von Bahrenfeld bis nach Burg auf Fehmarn und wieder zurück bis Eutin.
Ziel der Herausforderung für die Profilklasse „Stark fürs Leben“ war es, Selbstständigkeit, Ausdauer, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Nun sind die Wandersleut wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. „Die letzte Etappe sind die Schüler förmlich geflogen“, berichtet Betreuerin Babette Hörold.
Bei einer so großen Tour – keiner der Achtklässler hatte je so eine Mammutstrecke zu Fuß zurückgelegt – gehörte selbstverständlich eine gute Vorbereitung dazu: So sorgten die Jugendlichen in Eigenregie für Einkauf und Zubereitung der Mahlzeiten und planten auch die Strecke selbst, die über Bad Oldesloe, Scharbeutz und Grömitz führte. Handys waren unterwegs tabu, übernachtet wurde in Unterkünften, die die Gruppe im Vorfeld organisiert hatte. Das klappte im Prinzip recht gut – wenn auch die Schlafgelegenheiten offenbar von höchst unterschiedlicher Qualität waren. So berichtet Lehrer und Projekt-Initiator Christian Wolff von Jugendzentren mit 1-A-Küchen- und Sanitärausstattung. „Auf der anderen Seite mussten wir einmal in einer total staubigen Yachthalle schlafen“, erzählt Wolff. Am skurrilsten sei die Übernachtung in einer Turnhalle der Bundeswehr gewesen. „Jedesmal, wenn sich einer umgedreht hat, gingen alle Lampen an!“
Nur zweimal kam die Gruppe in den Regen – ansonsten machte eher die Hitze zu schaffen. Sechs Päckchen Blasenpflaster wurden unterwegs verbraucht. Aber trotz aller Wehwechen und moralischer Durchhänger möchten die Schüler ihr Abenteuer nicht missen. „Man muss sich das mal überlegen: Ein Auto hätte für die Strecke nur zwei Stunden gebraucht“, sagt Anil (14). „Wir sind drei Wochen gelaufen – aber das war auch viel interessanter!“ Wolff, Lehrer für Sport sowie für Arbeit und Beruf, findet: „Die Klasse ist richtig zusammengewachsen!“ Es sei sicher nicht das letzte Mal gewesen, dass eine Klasse mit ihm auf Wandertour gegangen sei.
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