Zomia: Frist vorbei - und nun?

Warten friedlich auf den Umzug an einen dauerhaften Platz in Altona: die Zomia Bauwagengruppe am Holstenkamp.

Bauwagengruppe am Holstenkamp: warten und verhandeln

Der Bauwagengruppe Zomia war im November letzten Jahres von Altonas Politikern zugesagt worden: Ihr bleibt bis zum 15. Januar am Holstenkamp. Bis zu diesem Datum werden wir eine neue Bleibe für euch gefunden haben. Die Frist ist verstrichen. Was nun?
Die Zomia Bauwagenbewohner, aus Wilhelmsburg und dem Bezirk Mitte vertrieben, hatten im November 2011 im Bezirk Altona Unterschlupf gefunden. Auf einem ungeeeigneten Platz: dem Rasen vor dem Seniorenheim am Holstenkamp. Nicht nur sitzen die Bauis hier wie auf dem Präsentierteller - nur einige Meter entfernt beginnen bald Bauarbeiten.
Trotz verstrichener Frist und obwohl bisher kein besser geeigneter Platz für die Bauwagenleute öffentlich im Gespräch ist: Die Gruppe verhält sich ruhig. Kein Protest, keine Demos, keine (symbolischen) Besetzungen von Plätzen. Friedlich stehen die Bauwagen auf der Matschwiese vor dem Altenheims; stoisch ertragen die Bauis den Lärm der Abrissarbeiten an den alten Gebäuden nebenan.
Die Erklärung: Die Bauwagenbewohner, vertreten und unterstützt von der GAL-Bürgerschaftsabgeordneten Antje Möller, treffen sich regelmäßig alle ein bis zwei Wochen freitags mit Vertretern der Altonaer Verwaltung und Fraktionen. Die Gespräche scheinen konzentriert auf das Ziel hinzustreben, den Bauwagenbewohnern einen dauerhaften Platz in Altona zu verschaffen. „Die Stimmung ist gut“, so SPD-Chef Thomas Adrian: „Der Wille, die Bauwagenleute zu unterstützen, ist bei allen teilnehmenden politischen Fraktionen vorhanden.“ Man sei eine Liste in Frage kommender städtischer Flächen durchgegangen; viele seien weggefallen, einige jetzt in der engeren Wahl. Es sind drei Flächen, bestätigen übereinstimmend ein Zomia-Bauwagenbewohner und Uwe Szczesny, Chef der CDU-Fraktion. Mindestens zwei der Flächen liegen in Bahrenfeld.
Sowohl Adrian als auch Szczesny schätzen, dass Ende Februar, Anfang März eine Lösung gefunden sein wird. Thomas Adrian:„Sicherlich wird man die neue Fläche dann noch herrichten müssen. Aber wir wollen auf jeden Fall erreichen, dass die Zomia Gruppe umziehen kann, bevor am Holstenkamp die Bauarbeiten beginnen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.