Zomia Bauwagengruppe: Zwischenstation in der Schanze

Der Teufel steckt im Detail.... Juliane (l.) und Gesa von der Bauwagengruppe Zomia studieren den Antrag von GAL und SPD, der ihnen erlaubt, einen Teil der Brammerfläche als Bauwagen-Standort zu nutzen.

Bauwagenbewohner bekommen einen Traum-Standort - aber nur bis Februar 2014

Die Sektflaschen werden noch nicht rausgeholt“, sagten Juliane und Gesa, Sprecherinnen der Bauwagengruppe Zomia, am vergangenen Donnerstagabend. Gerade hatte die Bezirksversammlung beschlossen: Zomia bekommt einen neuen Standort am südlichen Ende der Brammerfläche. Das Gelände liegt an der Max-Brauer-Allee zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße in der Nähe des „Central Park“.
„Natürlich freuen wir uns. Damit gibt es wieder einen Bauwagenplatz in der Schanze. Aber sonst wissen wir noch nichts: wieviel die Miete kosten wird, was für Bedingungen damit verknüpft sind. Gefeiert wird erst, wenn unsere Wagen wirklich da stehen“, meinte Juliane.
Offenes Geheimnis: Der neue Bauwagenplatz ist eine Kröte, die die GAL ihrem Koalitionspartner SPD zu schlucken gegeben hat. Denn die SPD hatte die Zomia-Grupe, die Ende letzten Jahres aus dem Bezirk Mitte halb geflüchtet, halb rausgeschmissen worden war, zwar mit warmen Worten in Altona empfangen. Als es dann aber konkret um einen Standort ging, kamen Bauwagengruppe und SPD nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Zomia präferierte einen zentralen Standort, Altonas SPD wollte die Gruppe „ab vom Schuss“ unterbringen und ließ sich nur auf Druck der GAL auf die Brammerfläche ein.
Diese wird für die Bauis allerdings lediglich Zwischenstation sein können: Auf dem Grundstück, bislang als Gewerbefläche ausgewiesen, sollen langfristig sozialer Wohnungsbau sowie kulturelle und soziale Nutzung Platz finden. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Das wird zwei Jahre dauern. Deshalb dürfen die Bauwagenleute nur bis zum 28. Februar 2014 auf der Brammerfläche stehen.
Und wohin dann? GAL und SPD haben festgesetzt, dass nach der Zeit in der Schanze nicht wieder neu nach Standorten für die Bauwagen gesucht wird. Es stehen dann „ausschließlich die bereits geprüften und angebotenen Flächen zur Verfügung.“ Diese Flächen - zum Beispiel auf dem Parkplatz Grün und am Holmbrook - sind aber bisher alle von der Bauwagengruppe abgelehnt worden.
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