Zoff um die Brammerfläche

Anfang des Jahres war er noch zuversichtlich gestimmt: John Schierhorn hat mit einigen Mitstreitern ein Konzept für die Brammerfläche im Schanzenviertel vorgelegt. Doch nun befürchten die Aktiven, dass sie dort nicht zum Zug kommen. (Foto: cvs)

Filet-Grundstück im Schanzenviertel soll ausgeschrieben werden – Konzeptgruppe aus der Schanze fühlt sich düpiert

carsten vitt, sternschanze
Eine gute Idee, viel Zuspruch aus dem Viertel, Rückenwind von Altonas Bezirkspolitik: Für John Schierhorn und seine Mitstreiter lief es gut mit ihrem Konzept für die Brammerfläche im Schanzenviertel. Doch nun gibt es Probleme: Die Finanzbehörde will das Grundstück ausschreiben lassen, damit könnten auch andere Bieter zum Zug kommen.
Etwa 200 Wohnungen, eine Kita, ein Hospiz, Platz für Gewerbe und Clubs: Das hatten Schanzen-Gastronom Schierhorn (Central Park, Waagenbau) und seine Mitstreiter auf der Fläche zwischen Schulterblatt, Bahndamm, Lippmannstraße und Max-Brauer-Allee vorgesehen. Geschätzte Kos-ten: etwa 100 Millionen Euro. „Wir haben bereits ein namhaftes Bauunternehmen aus Hamburg im Rücken, das uns bei der Umsetzung unterstützen will“, so Schierhorn.
Die Initiatoren hofften darauf, dass ihnen das Grundstück für einen bestimmten Zeitraum reserviert wird, damit sie dort exklusiv weiter planen können. Auch Altonas Bezirkspolitiker forderten das. Doch daraus wird nichts. Die Finanzbehörde will das Grundstück ausschreiben lassen. Argument: Das Konzept habe kein „Alleinstellungsmerkmal“. „Bei allem Respekt für die gute Idee: Aber das können auch andere dort bauen“, sagt Behördensprecher Daniel Stricker.
In solch einem Fall sei eine Ausschreibung Pflicht. Kernpunkte des Konzepts sollen übernommen werden. Auch Altonas Bezirksverwaltung soll bei dem Verfahren ein Wörtchen mitreden dürfen.
Schierhorn und seine Mitstreiter sehen sich ausgebremst und benachteiligt: „Wenn wir mit großen Bauträgern konkurrieren müssen, stehen unsere Chancen schlecht.“
Denn dann gehe es auch darum, wer den höchsten Preis biete. Steht also im Hintergrund, mit dem Grundstück möglichst viel Kasse zu machen? Stricker weist das zurück.
Voraussichtlich im August soll die Fläche ausgeschrieben werden. Ein Favorit für den Kauf und die Bebauung könnte im Oktober oder November feststehen. Schierhorn und seine Mitstreiter werden sich auf jeden Fall bewerben.
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