Zirkus Knie: Seelöwen sind auch Löwen

Haben sich gut amüsiert: Ramez (13), Steven (14), Kim (15), Juliana (12) und Martin (13, v. l.).

Elbe Wochenblatt spendiert 400 Freikarten. Stadtteilschüler amüsieren sich bei Zirkuspremiere.

Von Christopher von Savigny.
Als Arnaldo von der brasilianischen Artistik-Gruppe „Flying Costa“ zum dreifachen Salto Mortale abhebt, geht ein Raunen durchs Publikum. Es scheint, als habe sich der Zirkus Charles Knie das Beste bis zum Schluss aufgehoben. Auch Kevser (14), Scheherazade (14), Ayda (14) und Ugur (13) halten in diesem Moment den Atem an – und klatschen begeistert Beifall, als der schwierige Stunt tatsächlich gelingt. „Echt aufregend“, findet Ayda. Am besten habe ihr aber die Nummer mit den Seidentüchern gefallen – mit dem Pärchen, das sich zu Tangomusik elegant in luftige Höhen schraubt. „Das sah total schön aus“, sagt die Schülerin.
Seit vergangener Woche gastiert der Zirkus Charles Knie auf dem Heiligengeistfeld. Das Elbe-Wochenblatt hatte im Vorfeld 400 Premierenkarten an die Stadtteilschule am Hafen, Standort Neustadt, verschenkt. Die Schüler sitzen nun Zuckerwatte kauend und mit Popcorn raschelnd auf harten Holzbänken und freuen sich auf die Show. „Ich war noch nie im Zirkus“, sagt Martin (13). „Aber jetzt bin ich sehr gespannt, weil es so groß angekündigt wurde. Ob es wohl Löwen und Tiger gibt? Die finde ich cool!“
Löwen oder Tiger werden nicht geboten, aber dafür jede Menge anderer exotischer Tiere: Nacheinander entern Zebras, Lamas, Kamele, Nandus, Elefanten, ein Riesenkänguruh und sogar zwei Seelöwen die Arena und versetzen das Publikum mit allerlei Kunst-
stückchen in Erstaunen. Erst zeigen drei Elefantendamen eine bemerkenswert leichtfüßige Manegenkür, anschließend beeindrucken die Seelöwen als Ballartisten und Balancekünstler. Die stärkste Frau der Welt stemmt ihren Partner ohne Hilfsmittel in die Luft, ein Jongleur lässt Keulen, Bälle und Hüte so schnell durch die Luft wirbeln, dass man kaum mit den Augen folgen kann.
Nach gut zweieinhalb Stunden Kurzweil ist die Premierenshow zuende. „Ich fand die Elefanten am besten, weil sie sich so gut bewegen konnten“, sagt Steven (14). Die Lieblingsnummer von Kim (15) war die Hula-Hoop-Frau – und außerdem die Seidentuch-Akrobaten. Fazit: ein gelungener Abend. „Ich kann den Besuch nur weiterempfehlen“, sagt Ayda.
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