Zeise 2: Initiative zieht Eilantrag auf Baustopp zurück

Vor dem Bauzaun an der Friedensalle: Die Bürgerinitiative „Pro Wohnen Ottensen“ möchte „keine Ansiedlung eines Werbeunternehmens mitten im Wohngebiet“.

Ehemaliger Zeise-Parkplatz: Anwohner sehen sich dennoch im Recht.

Von Horst Baumann. Das juristische Kräftemessen über das Bauprojekt Zeise 2 ist beendet. Die Bürgerinitiative „Pro Wohnen Ottensen“ hat ihren Eilantrag, mit dem sie vor dem Verwaltungsgericht einen sofortigen Baustopp auf dem Zeise-Parkplatz an der Friedendsallee erreichen wollte, zurückgezogen.
Regine Christiansen von der Initiative sagte: „Die finanziellen Mittel unserer Bürgerinitiative reichen nicht aus, um die Rechtsverletzungen des Bezirksamtes weiter vor Gericht zu verfolgen. Unser Versuch, mit einer Klage einen Baustopp zu erreichen, blieb leider ohne Erfolg. Der Protest gegen dieses Bauvorhaben bleibt berechtigt. Wir werden die Ansiedlung von WPP/ Scholz & Friends mitten im Wohngebiet Ottensen weiterhin kritisch begleiten.“
Trotz des gewonnenen Bürgerentscheides vom 30. September 2015 (das Elbe Wochenblatt berichtete) wurde der Bebauungsplan (B-Plan) nicht wie von der Initiative gewünscht, für Wohnbebauung geändert. Die Hamburger Senatskommission unter Vorsitz von Bürgermeister Olaf Scholz „überstimmte“ den Bezirk und entschied, dass der B-Plan nicht geändert werde. Es war ein Ergebnis, das die Mitglieder von „Pro Wohnen Ottensen“ befürchten mussten.

Bürger nur zum Schein beteiligt?

Die Anwohner kritisieren, dass das Bezirksamt den Bürgerentscheid „nur dem Schein nach“ umgesetzt habe. Außerdem habe es an Transparenz gefehlt: So sei den Anwälten der Bürgerinitiative im Verfahren keine Akteineinsicht gewährt worden. www.pro-wohnen-ottensen.com
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