Zehn Bands, zehn Schulen, ein Ziel

Große Sause in der Schulaula: Leon (15, STS Flottbek, v. l.), Tim (15, STS Flottbek), Marvin (19, STS Bahrenfeld), Björn (17, Max-Brauer-Schule), Noah (16, Gymnasium Altona), Sahra (17, Gymnasium Othmarschen) und Melisa (18, Gymnasium Altona) gehören zum Kreisschülerrat des Schulbezirks „Altona 1“. Foto: cvs

„Band Aid“: Schülervertreter aus Hamburgs Westen organisieren Benefizkonzert

Von Christopher von Savigny. Das Gymnasium Othmarschen lässt es zur Abwechslung mal richtig krachen: Am Gründonnerstag, 24. März, veranstalten die Mitglieder des Kreisschülerrats (KSR) „Altona 1“ in der Aula der Schule ein Benefizkonzert, dessen Erlös an die Flüchtlingshilfe der Luthergemeinde Bahrenfeld gehen soll. Rund zehn Schülerbands aus Altona werden bei der Veranstaltung auftreten. Der Name erinnert an ein weltbekanntes Wohltätigkeitskonzert aus den 1980er-Jahren – „Band Aid“.
Der KSR ist sozusagen das politische Gremium der Schüler, er wird für jeweils ein Jahr gewählt. Regelmäßig einmal pro Monat kommen die Vertreter der Schulen – in Altona sind es zehn Gymnasien und Stadtteilschulen (STS) – zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren. Ein Konzert in dieser Größenordnung – die Aula fasst bis zu 800 Besucher – ist selbst für die älteren Aktiven ein absolutes Novum. „Wir möchten den Flüchtlingen gerne etwas Gutes tun“, erklärt Marvin (19, STS Bahrenfeld) die Motivation der rund 20-köpfigen Planungsgruppe.

Eingeladen sind Eltern, Lehrer und Schüler

Die Stimmung in Hamburg und anderswo gegenüber den Einwanderern sei großenteils schwankend bis schlecht, hat Marvin festgestellt. „Dagegen wollen wir mit unserem Konzert ein Zeichen setzen!“ Außerdem will der KSR mit seiner Aktion die beteiligten Schulen näher zusammenbringen.
Um ihr erstes Großprojekt erfolgreich in die Wege zu leiten, haben sich die Schüler richtig ins Zeug gelegt: Der Veranstaltungssaal musste organisiert werden, ebenso das technische Equipment. Ein Supermarkt und eine Bäckerei wurden angeworben, die gratis und für den guten Zweck Getränke und Butterbrezeln anliefern. Die Mutter eines Schülers – Grafikerin von Beruf – übernahm das Layout des Konzertplakats, das inzwischen dutzendfach an den beteiligten Schulen aushängt. Zwei KSR-Mitglieder übernehmen die Veranstaltungsmoderation. Aus organisatorischen Gründen sind ausschließlich Eltern, Lehrer und Schüler eingeladen.
Schließlich soll es auch noch einen Sieger des Abends geben: Gesucht wird die Band, die die höchste Spendensumme aquirieren kann. „Zu gewinnen gibt es aber nichts – außer vielleicht Ruhm und Ehre“, sagt Marvin. Immerhin: Die Siegerband darf den Spendenscheck an die Luthergemeinde überreichen.
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