„XY ... ungelöst“ sucht Oma Hildes Mörder

Hilde S. wurde Ende Dezember 2013 in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Gerichtsmediziner stellten fest: Sie war erwürgt worden.

Hildegard S. wurde vor einem Jahr vermutlich von einem Bekannten erwürgt - war es „Wolfgang“?

Wer hat Hildegard S. getötet? Am 21. Dezember 2013 wurde „Oma Hilde“ in ihrer Wohnung in der Mendelssohnstraße tot aufgefunden. Am kommenden Mittwoch, 4. Februar, wird der Fall im ZDF in der Sendung „XY...ungelöst“ ab 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die Hamburger Mordkommission hofft, dass es damit gelingt, dem Mörder der 88-Jährigen auf die Spur zu kommen. Für die Aufklärung ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Was war damals passiert? Ein Pflegedienstmitarbeiter fand die Rentnerin tot in ihrer Wohnung. Zuerst glaubte man an einen normalen Todesfall, da vordergründig nichts auf ein Gewaltverbrechen hinwies. Aber es gab kleine Ungereimtheiten. Die Tote hatte eine Kopfverletzung, die sich nicht erklären ließ. Und in der Wohnung standen einige Schranktüren und Schubladen einen Spaltbreit offen - das passte überhaupt nicht zum Wesen der sehr ordentlichen alten Dame. Die Leiche wurde an die Gerichtsmedizin überstellt und untersucht. Ergebnis: Es war Mord. Hildegard S. war erwürgt worden.
Trotz umfangreicher Ermittlungen der Mordkommission ist die Tat über ein Jahr später immer noch nicht aufgeklärt. Dabei glaubt die Polizei zu wissen, wer der Täter sein könnte.
Hildegard S. soll sich kurz vor ihrem Tod mit einem Mann angefreundet haben, dem sie gelegentlich kleinere Geldsummen ausgeliehen hat. Hat dieser Mann das Vertrauen der alten Dame erschlichen? Ist er der Mörder? Seit dem Tod der alten Dame ist er verschwunden.
Die Kriminalpolizei hofft, dass folgende ausführliche Beschreibung auf seine Spur führt: Der Mann nannte sich Wolfgang, war etwa 60 Jahre alt, 1.70 bis 1.75 Meter groß und hatte eine normale Statur sowie aschblondes bis graues Haar. Dieses war im Dezember 2013 auffallend kurz und stoppelig. Wolfgang erklärte, das sei so, weil er an Krebs erkrankt sei.
Der Mann mit dem roten und aufgedunsenen Trinkergesicht wirkte ungepflegt, im Oberkiefer fehlten ihm Schneidezähne. Wolfgang soll erzählt haben, dass er in der Nähe des Bahrenfelder Martplatzes wohnt und eine Frau hat, die an Multipler Sklerose erkrankt ist und im Rollstuhl sitzt.
Außerdem zeigte er einen hellblauen Epithesenausweis vor und behauptete, er sei Epithesenträger. Eine Epithese ist ein künstliches Körperteil, meist im Gesicht, zum Beispiel Ohr, Nase oder Wange. Epithesen dienen beispielsweise dazu, durch Krebsoperationen verursachte Entstellungen zu verstecken. Bei Wolfgang war aber keine Epithese zu erkennen.
Die Mordkommission fragt: Wer kann Auskünfte zu blauen Epithesen-Ausweisen oder dem unbekannten Wolfgang geben? Bitte melden bei der Verbindungsstelle des Landeskriminalamtes unter Tel 428 65 67 89 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Festnahme des Täters führen, hat die Hamburger Staatsanwaltschaft eine Belohnung bis zu 5.000 Euro ausgelobt.
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