Wo ist die Okeanide vom Behn-Brunnen?

Eine wahre Schönheit, das Gesicht der Okeanide.
Fast täglich fahre ich mit meinem Fahrrad am Behn-Brunnen, Ecke Königstraße/Behnstraße vorbei und begrüße dort eine wahre Schönheit, die Okeanide.
Eine Skulptur aus Bronze von dem Künstler Wilhelm Giesecke, die sich dort in der Mitte einer Brunnentasse auf einer circa 1,40 Meter hohen Säule befindet. Ich bilde mir ein, dass sie meinen Gruß erwidert, indem sie liebevoll auf mich herunterschaut.
Aber vor ein paar Tagen ging mein Gruß ins Leere, denn die Okeanide befand sich nicht mehr auf ihren gewohnten Platz. Was für ein Schreck, was kann mit ihr geschehen sein? Mein erster Gedanke war, ob sich Metalldiebe an ihr zu schaffen gemacht hatten. Denn in den Medien wird oft über respektlosen Diebstahl von Kulturgütern berichtet, die dann für wenig Geld an Schrotthändler angeboten werden. Für mich nicht auszudenken, wenn die Okeanide für immer verschwunden wäre.
War dem denn so? Um schnell an Informationen zu kommen, war mein erster Weg zur nahe gelegenen Mörkenwache. Wenn es sich um einen Diebstahl handelte, dachte ich, würden die örtlichen Gesetzeshüter mir bestimmt Auskunft darüber geben können.
Aber als ich nachfragte, wusste leider keiner von ihnen etwas über das Abhandenkommen der Okeanide. Also war mein zweiter Schritt Wolfgang Vacano, Leiter des Altonaer Stadtarchivs, zu befragen. Ich hoffte, dass er mir etwas über den Abbau der Skulptur erzählen konnte. Doch auch er wusste nichts davon und war selbst ganz überrascht. Wir spekulierten, was mit der Skulptur passiert sein könnte. Herr Vacano hatte eine rettende Idee, wer es wissen müsste und gab mir die Telefonnummer von einem Herrn Jacob, der im Technischen Rathaus Altona für die Abteilung Stadtgrün zuständig ist. Bei Herrn Jacob nachgefragt, gab es dann die erhoffte Information: "Die seit letzter Woche entfernte Okeanide des Behn-Brunnens wird zur Zeit restauriert und könnte eventuell schon Ende Mai wieder an ihrem Platz stehen.“
Was für eine Erleichterung! Ich freue mich jetzt schon, die schöne Okeanide dann im neuen Glanz auf ihrem gewohnten Platz wieder begrüßen zu können.
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