Wo ist der Altonaer Seemann "Fips"?

Reinhard Meyer 1966 auf hoher See. Wer erinnert sich an die Fahrten auf der „Cruz del Sur“? (Foto: privat)

Reinhard Meyer sucht einen Mitstreiter aus alten Tagen

Von Gaby Pöpleu

Es ist schon lange her, und viel weiß Reinhard Meyer nicht mehr über seinen Weggefährten: Nur, dass er mit seinen Eltern in Altona wohnte und auf der „Cruz del Sur“, einem zum Öltanker umfunktionierten ehemaligen Walfangschiff, zusammen mit ihm selbst einige Zeit zur See gefahren ist. „Sein Spitzname auf See war ‘Fips’“, glaubt Meyer sich zu erinnern.
1967 war das, erinnert sich Meyer. Da war er gerademal 16 Jahre alt, ‘Fips’ war ein Jahr jünger. Zwei Jahre zuvor war Meyer von Bernburg an der Saale über den Harz in den Westen. geflohen – unter dramatischen Umständen, ganz allein, nach Verhaftung und Verhör an der Grenze.
Den Versuch, in Bielefeld die Mittlere Reife nachzuholen, brach er ohne Bedenken ab. „Ich war glücklich, als ich auf der Seefahrtsschule Bremervörde angenommen wurde“, erinnert sich Meyer, „Ein Quentchen Abenteuerlust war sicher auch dabei.“ Sofort nach der Grundausbildung heuerte Meyer auf der „Cruz del Sur“ an, auf der auch sein Bekannter fuhr.

Kein reibungsloses Leben
Auch später verlief Meyers Leben nicht ganz reibungslos: Nach der Seefahrt schulte er zum Versicherungskaufmann um. „Das konnte nicht gutgehen“, meint Meyer im Rückblick. Er wechselte als DJ, Barmann und Türsteher ins spannendere Nachtleben – „körperliche Auseinandersetzungen“ inklusive, die kannte Meyer ja schon aus seiner Zeit als Seemann. Dann reiste er einige Jahre mit der Kamera durch die USA, wanderte schließlich auf die Kapverdischen Inseln, einen Inselstaat im Zentralatlantik vor der afrikanischen Westküste aus.
Doch gesundheitliche Probleme ließen Meyer wieder nach Deutschland heimkehren. Jetzt würde er gern mit einem alte Kumpel über vergangene Abenteuer auf See reden. Wer sich wiedererkennt, kann sich unter S 04621/ 943 76 06 bei Reinhard Meyer melden.
Wer mehr über Reinhard Meyer und sein abenteuerliches Leben wissen möchte: Meyer hat inzwischen im Selbstverlag unter dem Titel „Ab nach Cabo Verde“ seine Memoiren veröffentlicht, die auch über ihn selbst zu bestellen ist.
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