Wird der Spielplatz im Heine-Park geschlossen?

Der alte, karg eingerichtete, aber für Kleinkinder gut geeignete, umzäunte Spielplatz im Heine-Park an der Elbchaussee ist ein beliebter Anlaufpunkt für Tagesmütter und ihre Schützlinge.
Tagesmütter, die ihre Schützlinge auf dem Spielplatz im Heine-Park zum Toben an die frische Luft bringen, sind alarmiert. Mitarbeiter des Bezirksamts, die in der Nähe werkelten, haben ihnen gesagt: „Dieser Spielplatz wird zugemacht.“ Wenn das wahr ist, bedeutet das für Ottensen einen großen Verlust. Denn der Stadtteil ist dicht besiedelt, und es gibt nicht viele Flächen, auf denen Kleinkinder im Freien und trotzdem sicher spielen können. Das Wochenblatt hat sich erkundigt.
Tatsächlich wird der Spielplatz geschlossen – aber frühestens 2013/2014 – und nur für etwa ein halbes Jahr. Dann nämlich soll der Park gemäß den Vorgaben des Gartenkünstlers Joseph Ramée (1764-1842) umgestaltet werden. Der Park soll, soweit möglich, das Aussehen wiederbekommen, das Ramée ihm ursprünglich gegeben hatte. Landschaftsarchitekten werden beauftragt, die Bedürfnisse der heutigen Menschen nach Spiel, Sport und Erholung mit den Aspekten in Einklang bringen, die für ein Gartendenkmal wie den Heine-Park wichtig sind. Finanziert wird dies durch Geld, das im Rahmen des Verkaufs benachbarter Grundstücke an das Bezirksamt geflossen ist.
Im Zuge der Park-Arbeiten soll der Spielplatz verlegt und völlig neu errichtet werden. Bezirksamtssprecherin Kerstin Godenschwege zum Zeitablauf: „Im Laufe dieses Jahres soll ein Planungsauftrag an einen Landschaftsarchitekten vergeben werden; danach müssen die Ergebnisse abgewartet werden. Die Arbeiten beginnen in circa zwei Jahren. Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht genau gesagt werden, wie der Heine-Park in zwei bis drei Jahren aussehen wird und wo der Spielplatz seinen Platz finden wird. Klar ist aber, dass es weiter einen Spielplatz im Heine-Park geben wird.“
Die Planungen sollen öffentlich diskutiert werden, damit die Ottensener ihre Wünsche äußern können.

Was ändert sich in den kommenden Jahren rund um den Heine-Park?
Die östlich an den Heinepark angrenzende ehemalige Seefahrtschule mit Haupteingang an der Rainvilleterrassee gehört der gmp-Stiftung des Architektenbüros Gerkan, Marg und Partner. Hier ziehen eine Architekturakademie und eine Hochschule für Design und Kommunikation ein. Die Umbauarbeiten sind im Gang.
Dort, wo sich früher der Schiffssimulator der Seefahrtschule befand befand, plant HamburgTeam 32 Eigentumswohnungen mit Adresse Elbchaussee. Baustart: Jahreswechsel 2012/2013.
Der rund 35.000 Quadratmeter umfassende Heine-Park bleibt öffentlich; er wird voraussichtlich Anfang 2014 umgestaltet werden. Dabei wird er geringfügig wachsen: Zwar sollen zur Begradigung der Baugrenze im Osten 386 Quadratmeter wegfallen, erklärt Bezirksamtssprecherin Kerstin Godenschwege, doch durch den Abriss eines ehemals mitten im Park stehenden Saga-Einfamilienhauses sei eine Fläche von 1.270 Quadratmeter dazugekommen. CH
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