Wird der Neubau zu groß?

Die Trinitatis- kirche liegt am Ende eines Grünzugs, der sich von der Elbe hinaufzieht. Gebaut werden soll auf der Nordseite der Kirche.

Trinitatiskirche: Geplantes Verwaltungszentrum entzweit die Gemüter.

Von Ch. v. Savigny.
Fünf Stockwerke? Oder nur drei? Egal. Klar ist: Das geplante Kirchenkreiszentrum an der Trinitatiskirche wird nicht gerade klein ausfallen. Verwaltung, Jugendpfarramt und Diakonisches Werk sollen darin unterkommen, ebenso das neue Gemeindehaus und das Pastorat der Trinitatisgemeinde. Rund 180 Mitarbeiter sollen in dem Gebäude tätig sein. Bruttogeschossfläche: knapp 11.000 Quadratmeter.
Über den Standort für den Neubau nördlich der Kirche an der Königstraße liegt der Kirchenkreis mit der CDU-Bezirksfraktion im Streit. „Die Bebauung rund um die Trinitatiskirche muss gestoppt werden“, sagt Sven Hielscher, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. „Kirche und Kirchengrundstück liegen zentral im Grünzug Neu-Altona, der sich vom Bahnhof Holstenstraße bis zum Elbufer durchzieht und die zentrale Grünachse nach dem kriegsbedingten Wiederaufbau im Kern Altonas ist.“ Verhindern möchte die CDU in jedem Fall eine Verbauung, wie dies beim Michel in der Neustadt geschehen sei. Dort wurde vor einigen Jahren ein elfgeschossiges Gebäude so vor den Michel gebaut, dass man, aus Westen kommend, von Hamburgs Wahrzeichen nichts mehr sieht. „Rot-Grün hat bei der
Diskussion über die Bebauung der Sichtachse auf Hamburgs Michel und deren städtebauliche Folgen nichts dazugelernt“, so Hielscher.
Das neue Kirchenkreiszentrum wird dringend benötigt. Auch der Abriss des alten Gemeindehauses inklusive Pastorat ist mehr als überfällig. Allerdings: Über die Höhe ist man sich bislang nicht einig geworden. Fünf Stockwerke hat der Kirchenkreis beantragt, lediglich drei hat die Altonaer Bezirksversammlung mit den Stimmen von SPD und Grünen im Mai genehmigt. Monika Rulfs, Sprecherin des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein, kann die
Diskussion nicht nachvollziehen: „Der Blick auf die Kirche wird nicht entscheidend beeinträchtigt“, sagt sie.
Im Oktober entscheidet die Kirchenkreissynode über den endgültigen Standort; zur Debatte steht auch eine Alternativfläche in Niendorf. Anschließend soll ein Bürgerbeteiligungsverfahren starten. Im Herbst 2017 könnte das neue Kirchenkreiszentrum fertig sein.
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