"Wir werden ernst genommen"

Ein Teil des filia-Mädchen-Beirats (v.l.): Tuja Pagels, Nagat El-Rawi, Lea Remiorz und Faina Gattarov.

Frauenstiftung filia unterstützt Mädchen und deren Projekte.

Von Miriam Kopf.
Tuja Pagels ist 15 Jahre alt, Faina Gattarov 23. Beide sind aus Berlin. Nagaat El-Rawi und Lea Remiorz, beide 18 Jahre alt, wohnen in Hamburg. Die vier jungen Frauen verwalten als Beiratsmitglieder in diesem Jahr 26.000 Euro aus der Frauenstiftung filia. Gemeinsam mit zehn weiteren Mädchen aus dem Norden und Osten Deutschlands entscheiden sie beispielsweise, ob die Mädchen eines Flüchtlingslagers in Potsdam, die gemeinsam auf Bootsfahrt gehen möchten, eine Finanzspritze erhalten oder nicht.
Seit zwei Jahren fördert filia Mädchenprojekte in Deutschland. Der Mädchen-Beirat ist eins davon. In einem Alter, in dem viele junge Menschen ihr Leben einfach genießen wollen, lernen die filia-Mädchen, Verantwortung zu übernehmen, zu diskutieren und ihre Meinung zu vertreten. „Auch wenn der Stiftungsrat den Mädchen über die Schulter schaut. Sie wählen allein aus den vielen sinnvollen Anträgen die aus, die von uns bezuschusst werden“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin von filia, Katrin Wolf.
Dieses Jahr müssen die Mädchen aus 15 Projekten auswählen. Dafür treffen sie sich für ein Wochenende in Hamburg. Nicht immer einfach, im Rahmen ihres begrenzten Budgets eine Entscheidung zu treffen. Maximal 5.000 Euro stehen jeder Idee zu.
Bisher gefördert wurden beispielsweise eine Schwimmhalle für muslimische Mädchen im Saarland. In Berlin haben weibliche Flüchtlinge einen EDV-Kurs besucht. Und in Hessen nahmen 30 Mädchen mit Behinderung an einem Selbstbehauptungskurs teil.
Nagaat bringt auf den Punkt, was die engagierten Mädchen im Beirat antreibt: „Ich finde es Bombe, dass es so etwas gibt. Denn wir kommen zusammen und können etwas bewegen, was viele Mädchen ganz direkt weiterbringt.“ „Und wir werden ernst genommen“, ergänzt Faina. „Das gibt uns ein gutes Gefühl.“
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