"Wir empören uns!" - Internationaler Aktionstag für eine bessere gerechte Welt für Alle

Plakat zum Aufruf "internationaler Aktionstag"
Hamburg: Hamburger Rathaus | „Echte Demokratie jetzt!“ lautete das Motto der Demonstration, unter dem das Anti-Globalisierungs-Netz Attac-Hamburg am 15. Oktober 2011 zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr auf dem Rathausmarkt in Hamburg aufrief. Ging die Polizei von rund 3000 Teilnehmern aus, konnte beobachtet werden, dass die Teilnahme weit über der geschätzten Zahl lag.
Zahlreiche Hamburger, Gruppierungen wie „Die Linken“, „Verdi“, "Junge Welt“ und „Echte Demokratie jetzt“ demonstrierten friedlich für eine wahre Demokratie und der Abschaffung des Kapitalismus. Betrifft es in Hamburg die zunehmende Armut durch Arbeitslosigkeit, durch niedrig bezahlte Jobs und der sich fortlaufend verschlechternde Wohnsituation, gingen weltweit in 82 Ländern und 951 Städten gleichzeitig Menschen auf die Straße, um ihre Rechte und wahre Demokratie zu fordern. Organisatoren von „Montagsdemo Hamburg“ eröffneten die Versammlung. Nach Reden der Veranstalter sowie einem Vertreter aus Spanien wurde das offene Mikrofon für alle Beteiligten geschaltet. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit für drei Minuten ihre persönliche Meinung kundzutun. Auf diesem Weg wurden Wünsche, Träume und Forderungen gegenüber den Banken und der Demokratie mitgeteilt. Kritische Worte gegenüber den hohen Abfindungen für ehemalige Bankmitarbeiter, welche in keinem Verhältnis zu ihren zeitlichen Arbeitsleistungen stehen.
Zahlreiche Plakate, Schilder und Flaggen zierten den Rathausmarkt. Insbesondere die Zahl 99% prägte das Bild. 99% als Ausdruck für die Verhältnismäßigkeit des Gewinns der Banken und Finanzinstitute gegenüber den Bürgern.
Dazu Frau Änne Detels-Elling im Interview zum Grund ihrer Teilnahme aus Hamburg: „Weil ich diese Art der „Gerechtigkeit“ für sehr ungerecht halte“. „Weil ich denke, es geht so nicht weiter mit der Welt“. „Aber inzwischen habe ich den Eindruck, dass so viele Menschen da auch darüber nachdenken und aufgewacht sind und gemerkt haben, es muss dringend eine Veränderung passieren“. Mit Leihschildern durch die Junge Welt mit Aussagen, wie "Wer lebt, hier über wessen Verhältnisse“ hatten viele Demonstranten die Chance ihren Unmut öffentlich zu zeigen. Die Kundgebung verlief sehr friedlich und das gesetzte Ziel „Wir empören uns“ durch Bündnis 15.o war erkennbar und durch die hohe Menschenansammlung deutlich vertreten. Weitere Informationen zur weltweiten Teilnahme finden sich unter www.15october.net.
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