Wieviele Apotheken braucht Altona-Altstadt noch?

Was ist los in Altona? Braucht es soviel Medikamente um uns zu betäuben?

Hauseigentümer_innen in Altona planen gewinnträchtig und erfolgsorientiert! Und das funktioniert ganz im Stillen so: Verlängere nicht den bisherigen Mietvertrag, baue erst um, erhöhe anschließend die Miete und suche und finde eine solvente Apothekenkette!

Die Apotheke, gepaart mit Verdrängung, kommt leise, sauber, inzwischen sogar bunt und „easy“ und offensichtlich auch sehr gewinnbringend daher.
Und die Nachbar_innen brauchen immer mehr zum Schlucken, damit sie funktionieren? Ist es so weit gekommen? Wer verkauft uns diese Methode: Schoppen und Medikamente? Ist es Zufall, dass mit Ikea im Dunstkreis gleich eine neue Apotheke im Bonbonladen-Stil mitgeliefert wurde? Wer und Was steckt dahinter? Der Konsum-Wahn betäubt und macht krank? Sicherlich! Trotzdem: ist nicht eine Apotheke, fußläufig erreichbar, genug? Müssen es gleich 8 sein?
Konkurrenz scheint das Geschäft zu beleben!
Statistisch gesehen ist Hamburg Hochburg der psychischen Leiden. Dramatisch ansteigend ist in Hamburg auch die Zahl der Jugendlichen und Kinder, die seelisch erkranken. Unzählige Menschen leiden scheinbar an gesundheitlichen Problemen. Braucht es deshalb soviel Apotheken? Ist das Altona-Altstadt-spezifisch oder ist es auch anderswo so? Geht es mit einer wachsenden Armut, mit Leistungsdruck, Vereinzelung oder Überalterung einher? Oder sind es Wir Alle, die die vielen angepriesenen medizinischen Produkte kaufen, die uns Schlankheitswahn, Jugend und endlose Energiereserven und Gesundheit versprechen, so als wäre es alltäglich wie der Einkauf von Milch und Jogurth?

Und wir nehmen es einfach so hin? Sind wir noch zu retten? Lassen uns ruhig stellen und merken so nichts mehr?
Hundertmark musste auch vor kurzem einer Apotheke weichen – einer Art Wunder-Bonbon-Apotheke im Selbstbedienungs-Spielzeug-Modus!
Nun haben wir in unserer Einkaufsstrasse - oh Wunder - schon sieben, vielleicht bald 8 Apotheken – können quasi von einer in die andere fallen und uns sicher und geborgen fühlen?

Kleinere Geschäfte, Inhabergeführt, wie auch Hundertmark oder zuletzt auch die Tapas-Bar El Brujito müssen aus Altona-Altstadt sang- und klanglos einer durch die Lande ziehenden privaten Gier und/oder steuerflüchtigen, gewinnorientierten Konzernkraken weichen! Und das ist sicher noch nicht das Ende der Verdrängung!

Werden Eigentümer_innen kleiner Läden klammheimlich unter Druck gesetzt, isoliert und verdrängt?
Stattdessen werden uns Konsumartikel wie unsinnige Medikamente, in rosa Bonbonpapier eingepackt, in Selbstbedienungsregalen verkauft!
Schöne bunte, rosa-gesunde Welt!
Laut und schmutzig, aber auch still und heimlich vollzieht sich in unserem Stadtteil jetzt schon seit mehr als 3 Jahren eine, auf reine Konsumbefriedigung spezialisierte Betäubungsmaschinerie der Konzerne und sich privat bereichernder Investor_Innen.
Und ohne nennenswerten Widerstand machen wir das alles mit?
Wer kann mir das erklären?
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