Wer tut das unseren Hunden an?

Hundehalter Norbert N. hat Angst um den kleinen Willi und um Hundedame Cara.

Immer öfter tauchen in Parks und Hunde-Auslaufflächen Giftköder auf

Von Sven Klein.
Laika, Cooper, Elli - die Liste der vergifteten Hunde ist lang. Ebenso lang ist die Liste der Köder: Rasierklingen in Würstchen, Glassplitter oder Stecknadeln in Hackbällchen, mit Rattengift präpariertes Fleisch. Hundehalter in ganz Hamburg sind in großer Sorge. Mit Recht. Denn in nahezu jedem Stadtteil, auch in Altona, wurden in den letzten Monaten Giftköder gefunden. Manchmal rechtzeitig, oft aber auch zu spät.
„Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, Atembeschwerden, Krämpfen oder motorischen Störungen muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell“, warnt die Tierschutzorganisation PETA auf ihrer Homepage. Karen Voekel von der Tierarztpraxis-am-Millerntor: „Zuletzt gab es aber auch Fälle von Giardien oder Margen-Darm-Viren, was oft die gleichen Symptome hervorruft. Das macht es nicht einfach für Hundehalter und Tierärzte.“
Bei Spaziergängen in Hamburgs Parkanlagen gilt absolute Aufmerksamkeit. Aber auch an Hunde-Auslaufflächen, beispielsweise in St. Pauli und Altona-Altstadt, wurden Köder entdeckt. Die Täter zu fassen ist nicht leicht. In einem unbeobachteten Moment lassen sie die präparierten Köder fallen und sind verschwunden.
Jeder Fund und jeder Fall sollte zur Anzeige gebracht werden, neben Hunden sind auch Kinder und freilebende Tiere gefährdet. Im Internet gibt es inzwischen Seiten wie „Giftköder-Alarm“ oder „Giftköder-Radar“, wo Hundehalter die Funde melden können. PETA fordert die Einführung eines zentralen Meldesystems. „Durch eine stringente Dokumentation der Fälle würde deutlich, wie häufig Hunde Opfer von solchen Anschlägen werden“.
„Warum tut man das unseren Hunden an?“, fragt Norbert N.. Der Frührentner traut sich derzeit mit seinen Tieren kaum auf die Hunde-Auslauffläche an der Holstenstraße. „Auch hier hatten wir den Verdacht, dass Gift ausgelegt worden ist. Zum Glück erholten sich die betroffenen Hunde schnell“. Doch die Angst bleibt.
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