Wer hat alte Fotos vom Schanzenviertel?

Von Fritz Schenkel. Nur wenige Ecken Hamburgs haben eine ähnlich schillernde Geschichte wie das Schanzenviertel: Diese Vielfalt soll nun eine Ausstellung dokumentieren. Dafür werden historische und aktuelle Fotos gesucht.
Das alles ist das Schanzenviertel: Gutbürgerliches Stadt-erweiterungsgebiet mit herrlicher Gründerzeit-Bebauung. Schauplatz von Carl Hagenbecks „Völkerschauen“. Standort weltbekannter Firmen wie Steinway oder Montblanc sowie des 1892 eröffneten Central-Schlachthofs. Schließlich Arbeiter-Wohnquartier und eines der Widerstandszentren im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg und schweren Bombenschäden folgt jahrzehntelanges Siechtum. Dann „Inbesitznahme“ des herunter gekommenen Viertels durch Studierende und Entwicklung zur „linken Hochburg“ in Hamburg. Und schließlich die Wandlung zum Szeneviertel der besonderen Art mit „Galao-Strich“, „Krawall-Tourismus“ und den mittlerweile Alteingessenen mittendrin.
„Genau diese Vielfalt wollen wir in einer ständigen Ausstellung zur Stadtteilgeschichte abdecken“, so Uwe Wetzner, Initiator des Projekts. Zu sehen sein soll die Ausstellung zukünftig im „Hinterhalt“, dem Sport- und Kulturhaus Sternschanze, gleichzeitig auch Vereinshaus des SC Sternschanze, gegenüber dem S-Bahn-Ausgang.
„Wir stehen aber erst am Anfang und suchen dringend Fotos aus allen Jahrzehnten. Deswegen unser Appell an die Bewohner und Bewohnerinnen des Schanzenviertels: Schickt uns Eure oder die Eurer Eltern und Großeltern“, ruft Wetzner auf. Er hofft mit dieser Ausstellung ein Projekt verwirklichen zu können, das diesem schillernden Viertel gerecht wird.
Kontakt: Uwe Wetzner, Tel 0171 -140 29 64, Tel 43 36 64 oder wetzner.u@t-online.de
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