Wer erkennt Omas Ring?

Die Polizei fragt: Wer erkennt seinen gestohlenen Besitz? (Foto: pr)

Polizei bittet um Mithilfe: Bei Wohnungsdurchsuchungen Uhren und Schmuck und andere Beute aus Einbrüchen in Lurup gefunden.

Vielleicht macht dieser Artikel einige Menschen glücklich. Menschen, denen eine ausländische Diesbesbande Ende 2014/Anfang 2015 Erinnerungsstücke aus Schubladen und Schmuckkästen gestohlen hat. Die Polizei hat Diebesgut gefunden und sucht jetzt die Besitzer. Der Wermutstropfen: Wahrscheinlich sind die wertvollsten Teile nicht mehr dabei. Man nimmt an, dass die Diebe diese schon verkauft haben, so Frank Barkowsky vom Landeskriminalamt.
Von Anfang Dezember bis Mitte März trieb die Gruppe ihr Unwesen in Lurup, brach in Häuser und Wohnungen ein und stahl, was ihr in die Finger kam. Rund 80 Einbrüche gehen auf ihr Konto, die meisten Wohnungen wurden in einem eng begrenzten Gebiet nördlich der Luruper Hauptstraße, südlich der Bahngleise geknackt.
Inzwischen hat die Polizei etliche Täter ermittelt und bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen jede Menge Diesbesgut gefunden. Jetzt bittet die Polizei die Luruper, sich die Teile anzuschauen. Es handelt sich vorwiegend um Schmuck, auch Modeschmuck, und um Uhren, aber es sind auch Fotoapparate, Pistolen und Münzen dabei. Sehen kann man die gestohlene Stücke entweder im Internet oder vor Ort im Landeskriminalamt, wo eine Fotodokumentation vorliegt.
Luruper, die gestohlene Teile wiedererkennen, sollten sich umgehend bei der Polizei melden. Nicht nur, um ihren Besitz zurückzubekommen, sondern auch um bei den Ermittlungen zu helfen. Barkowsky: „Über die Herkunft der Teile können wir nämlich den Zusammenhang zwischen den ermittelten Tätern und den Taten feststellen.“
Das Wochenblatt fragte: Was geschieht eigentlich mit Diebesgut, auf das keiner Anspruch erhebt? Über solche herrenlosen Sachen entscheidet die Staatsanwaltschaft. Oft genug behaupten die Diebe, die Gegenstände seien ihr rechtmäßiges Eigentum. Kann die Staatsanwaltschaft dann nicht beweisen, dass sie jemandem anders gehören, muss sie sie denjenigen überlassen, in deren Besitz die Gegenstände zuletzt waren - den Dieben. „Das tut dann weh“, sagt Barkowsky.
Im Fall der Luruper Einbrüche sei das aber nicht der Fall. Gegenstände, auf die keiner Anspruch erhebt, würden je nach Entscheidung der Staatsanwaltschaft entweder ans Fundbüro gegeben oder versteigert. Den Erlös behält der Staat.
Im Internet findet man Bilder der gestohlenen Dinge unter: http://www.hamburg.de/polizei/nofl/4472302/274059-...
Wer keinen Internetzugang hat, sollte im Landeskriminalamt werktags zwischen 10 und 14 Uhr Tel 428 67 12 02 anrufen und einen Termin zur Besichtigung der Foto abmachen.
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