Wenn plötzlich Hilfe nötig ist...

Peggy Reiß (Foto: Annette Schrader)

... berät jetzt auch der Arbeiter-Samariter-Bund in seiner Sozialstationen zum Thema Pflege

Von Gaby Pöpleu

Der Arbeiter-Samariter-Bund ASB startet ein neues Angebot: Berater Peggy Reiß und Otto Fedtke beantworten Pflegebedürftigen und ihren Angehörigenab sofort in der Sozialstation Eidelstedt/ Schnelsen, Johann-Schmidt-Straße 1-5, wochentags von 8 bis 16 Uhr alle Fragen zum Thema Pflege. „Es gibt einen riesigen Beratungsbedarf“, sagt Matthias Lüschen, beim ASB Leiter der Abteilung Pflege. „Und der wird kaum kleiner werden.“ In einer einjährigen Pilotphase will der ASB testen, ob das Angebot angenommen wird.
Tatsächlich mag sich kaum jemand ohne Notwendigkeit mit dem Thema Pflege befassen. „Die Leute kommen erst, wenn jemand aus der Familie betroffen ist“, sagt ASB-Sprecherin Petra Witt. Und dann türmt sich ein Berg von Fragen auf: Wie bekommt man einen Pflegegrad? Welche Leistungen stehen mir zu? Zahlt die Krankenkasse auch eine Haushaltshilfe?

Peggy Reiß und Otto Fedtke helfen auch bei Formularen
Bei der ASB-Sozialstation soll es Antworten geben. Peggy Reiß und Otto Fedtke haben sich dafür 18 Monate weitergebildet. Sie beraten im Einzelfall, helfen auch, Formulare richtig auszufüllen. Die neuen Pflegeberater sollen ähnlich wie die acht städtischen Pflegestützpunkte in den Stadtteilen arbeiten, „damit die Menschen nicht so weite Wege haben“, sagt Petra Witt. Wenn das gut funktioniert, will man alle 18 Sozialstationen mit speziellen Pflegeberatern ausstatten. Die Pflegestützpunkte sind über das Stadtgebiet verteilt, der für den Bezirk Eimsbütteler befindet sich im Garstedter Weg 13 in Niendorf.
Sind die ASB-Berater denn ebenso unabhängig wie die Pflegestützpunkte, oder empfehlen sie nur die ASB-Dienste? „Was wir selbst im Programm haben, wird natürlich auch angeboten“, sagt Petra Witt. Aber spätestens wenn stationäre Pflege oder Tagespflege benötigt wird, werden andere Anbieter ins Boot geholt. Der ASB bietet vor allem häusliche Pflege, betreibt nur ein stationäres Pflegeheim, die „Lupine“ in Lurup.
Matthias Lüschen sagt: Konkurrenz der Pflegedienste um Patienten gebe es schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr. „Wir werden im Moment nicht durch einen Mangel an Patienten begrenzt, sondern durch eine Mangel an Pflegefachkräften.“ Will sagen: Die Pflegedienste sind ausgelastet, brauchen mehr Mitarbeiter, damit alle Pflegebedürftigen gut versorgt werden können. 750 Pflegekräfte arbeiten für die ASB-Sozialstationen in Hamburg.
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