Was soll sich im Jahr 2015 für Sie persönlich ändern?

Mandy Hoffman: "Die Richtung stimmt."
 
Uda Fischer (l.), renate Hartman: "Mehr Zeit für die Kinder."
 
Alexander Schütt: "Offener sein."

Die große Wochenblatt-Umfrage zum Jahreswechsel.

Von Christopher von Savigny.

„Tempora mutantur“: Eines der bekanntesten Sprichworte zum Thema Veränderung wird dem römischen Dichter Ovid (43 v. Chr. bis 17 n. Chr.) zugeschrieben. Ja, die Zeiten ändern sich, nichts bleibt, wie es ist. Wer schlau ist, nimmt das Heft selbst in die Hand und guckt, was er bei sich und in seinem Leben bewirken kann. Zum Jahreswechsel stellte das Wochenblatt den Altonaern folgende Frage: „Was soll sich im Jahr 2015 persönlich für Sie ändern?“

Mandy Hoffmann: „Bei mir ändert sich 2015 von selbst einiges – da muss ich gar nicht mehr so viel dazu beitragen. Zum Beispiel werde ich zum
ersten Mal im Leben an einem Triathlon teilnehmen. Ein Freund hat mich dazu animiert. Ich finde das eine sehr große Herausforderung. Ob ich nach dem Radfahren und Schwimmen überhaupt noch laufen kann, muss ich sehen!
Außerdem habe ich erst vor einem halben Jahr als Recruiterin bei einer IT-Firma angefangen. Auch da muss ich noch reinwachsen.
Insgesamt würde ich sagen, dass es bei mir gut läuft. Die Richtung stimmt!“

Uda Fischer ( links) und Renate Hartmann : „Wir arbeiten beide in Teilzeit, sind alleinerziehend und haben jeweils ein Kind im Schulalter. So ganz geradeheraus gesagt: Am liebsten würden wir weniger arbeiten, damit wir mehr Zeit für unsere Kinder und für unsere Hobbys haben. Mehr Zeit für einen selbst: Das ist wichtig, um nicht total in Stress zu geraten. Die Zeit, die man mit seinen Kindern verbringt, ist entspannter und baut einen auf. Schließlich heißt es doch so schön: Man lebt nicht, um zu arbeiten, sondern man arbeitet, um zu leben!“

Alexander Schütt: „Ich habe mir vorgenommen, offener gegenüber anderen Menschen zu sein. Nicht, dass ich so verschlossen wäre, aber ich finde, dass das ein gutes Ziel ist. Ganz allgemein ist es schade, dass viele Leute so hintenrum agieren und ihren Ärger nicht offen aussprechen, wenn etwas anliegt. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Ich will aber bei mir selbst anfangen, und ich übe mich darin, jeden Tag ein bisschen besser zu werden! Außerdem hätte ich gerne mehr Zeit für meine Familie, die ich derzeit sehr vernachlässige. Vom vielen Arbeiten und Ständig-unterwegs-Sein geht man auf Dauer doch kaputt!“

Thomas Kupfer: „Für nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, mich gesünder zu ernähren. Das Problem: Ich arbeite als selbstständiger Tätowierer und schaffe es tagsüber kaum, regelmäßig etwas zu essen. Meist läuft es so, dass ich abends nach Hause komme und noch gar nichts Richtiges im Magen habe. Und dann esse ich natürlich immer viel zu viel! Ansonsten bin ich mit meinem Leben ganz zufrieden. Nächstes Jahr gehen meine Frau und ich auf eine Weltreise, die mindestens acht bis neun Monate dauern soll. Darauf freuen wir uns schon sehr!“

Florens Schmidt: „Im Moment wohne ich mit meiner Familie in einer relativ kleinen Wohnung in Bahrenfeld. Auf die Dauer hätten wir gerne etwas Größeres. Für uns, aber auch für andere Menschen, die gerne in Altona leben und hier bleiben wollen, wäre es wichtig, dass die Mietpreise hier nicht weiter explodieren. Zudem geht der Charme von Altona sonst auch bald verloren.


Brigitte Schäfer: „Ich wünsche mir mehr Zeit, vor allem für die Familie. Das kann man erreichen, indem man lernt, öfters mal nein zu sagen. Insbesondere gegenüber Menschen, die einen mit irgendwelchen Aufgaben binden möchten. Dieser Grundsatz gilt sowohl in der Familie als auch im Arbeitsumfeld. Apropos Arbeit: Ich bin im Reha-Bereich tätig und würde mich auf Dauer gerne beruflich umorientieren. Am liebsten etwas komplett anderes: Ein Café zu eröffnen, das könnte ich mir gut vorstellen.“

Laetizia Schaumann: „Ich habe nur einen ganz wichtigen Wunsch: Ich möchte häufiger nach Frankreich fahren als im vergangenen Jahr. Meine Eltern leben in Toulouse und hoffen natürlich darauf, ihre Enkelkinder öfter mal zu sehen.
Ich habe zwei Töchter im Alter von zwei und vier Jahren, die zweisprachig erzogen werden. Aber 1.800 Kilometer sind einfach unglaublich weit. Ich bräuchte mehr Zeit und mehr Geld, um die Flugtickets bezahlen zu können.“

Fadir Smajli: „Ich will endlich eine Arbeit haben, die ich gerne mache. Der Job, den ich zurzeit habe, gefällt mir nicht besonders. Eigentlich bin ich gelernter Koch. Aber eine Stelle als Koch zu finden, ist nicht so leicht. Mein Traum ist es, mich irgendwann selbstständig zu machen. Mit einem eigenen Restaurant oder so.
Das ist im Moment noch Zukunftsmusik. Außerdem würde ich nächstes Jahr gerne in meine Heimat, den Kosovo, fahren. Dort wohnen meine Eltern. Ich habe eine kleine Tochter, der ich zeigen möchte, wo ich herkomme.“

Gina Neffe-Shams: „Ich möchte einen neuen Job finden, der sich mit meiner Rolle als Mutter gut vereinbaren lässt. Zurzeit arbeite ich Vollzeit und komme überhaupt nicht dazu, mich mal zurückzulehnen. Überhaupt hätte ich gerne mehr Freizeit. Als Mutter eines einjährigen Kindes ist das natürlich nicht so einfach!“

Georg Hoheisel: „Nichts. Ich bin wunschlos glücklich! Im nächsten Sommer werden meine Frau und ich wie jedes Jahr mit dem Auto nach Schottland fahren. Wir lieben die schottische Landschaft und die Gelassenheit der Menschen. Die Uhren gehen dort anders, und man kann neuen Lebensmut tanken! In vier Jahren gehe ich in Rente – darauf freue ich mich auch schon. Ich arbeite bei Airbus im Costumer Service. Mein Job wird von Jahr zu Jahr anonymer, weil alles nur noch online erledigt wird. Schade, aber nicht zu ändern!“

Marco Kudzia: „Bei mir werden sich viele Dinge im nächsten Jahr ganz von selbst ändern: Im Frühjahr will ich mein Abi mit möglichst gutem Notendurchschnitt bestehen, und im Sommer möchte ich in die USA fliegen. Dort habe ich mich für ein Stipendium als Fußballer beworben. Derzeit spiele ich in der 5. Liga bei Germania Schnelsen. Falls das mit den USA nicht klappt, hoffe ich auf einen Studienplatz im Fach Immobilienwirtschaft. Das nächste Jahr wird bestimmt anstrengend! Ich habe mir vorgenommen, mehr darauf zu achten, was mir gut tut.“

Michaela Mattulat: „Das Wichtigste: Ich hätte gerne eine Arbeit. Am besten einen Teilzeitjob als Verkäuferin oder Kassiererin, damit ich endlich wieder mein eigenes Geld verdiene. Außerdem wünsche ich mir, dass mein zwölfjähriger Sohn und ich gesund bleiben. Dann würde ich gerne eine Reise in die USA machen, weil ich schon immer gerne mal den 'Walk of Fame' in Hollywood sehen wollte. Generell möchte ich mein Leben mehr genießen als im letzten Jahr. Da hatte ich ziemlich viel Stress!“
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