Was macht die Klobürste in Wien?

Bei den Protesten in Wien gegen den Akademikerball der rechtspopulistischen FPÖ haben sich einige Protestierende dafür entschieden, dass Symbol der Klobürste zu übernehmen.
Der Akademikerball wird von der Wiener Landesgruppe der rechtsgerichteten FPÖ organisiert. Die Universität hat nichts mit der Organisation zu tun. Es handelt sich um ein europaweites Treffen von Rechtsextremen, so die Süddeutsche Zeitung. Weiter heißt es dort: "Der Ball gilt als Treffpunkt für Rechte und Rechtsextreme aus ganz Europa. Bis vor zwei Jahren hieß er "Ball des Wiener Korporationsrings" (WKR-Ball) und wurde von ebenjenem WKR ausgerichtet, von einem Zusammenschluss mehrerer, besonders weit rechts stehender, schlagender Burschenschaften. Und er findet ausgerechnet in der Hofburg statt, in der ehemaligen Residenz der Habsburger, von deren Balkon Adolf Hitler den "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich verkündete und in der heute unter anderem die Nationalbibliothek und der Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten untergebracht sind. Nach besonders heftigen Protesten im Jahr 2012 - damals fand der WKR-Ball ausgerechnet am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, statt - kündigte die Betreibergesellschaft der Veranstaltungssäle in der Hofburg an, die Räume in Zukunft nicht mehr an den WKR zu vermieten. Im Jahr darauf stand aber plötzlich der erste Wiener Akademikerball der FPÖ im Ballkalender. Für Kritiker ist die Umbenennung bloße Maskerade, und wer etwa die Website wkr-ball.at ansteuert, wird automatisch zu wiener-akademikerball.at weitergeleitet."

Im Vorfeld der Demonstration wurde ein Gefahrengebiet, dort "Sperrzone" genannt, ausgewiesen, eine faktische Einschränkung des Demonstrationsrechts. In Hamburg gab es nach der Demonstration vom 21.12. vielfach die Einschätzung, dass die Polizei von vornherein beschlossen hatte, diese Demonstration nicht stattfinden zu lassen. Ein Demonstrant hält die Klobürste für ein "geeignetes Symbol, braunen Dreck wegzuputzen".
In der Tageszeitung "Der Standard" sind zahlreiche Videos verlinkt.
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