Vom Schicksal einer syrischen Familie

Zuflucht in Deutschland: Familie Qasmo aus Aleppo. Filmemacher Marcel Mettelsiefen hat die Familie seit 2013 begleitet. (Foto: obs/ZDF/Alina Emrich)

Eidelstedter Bürgerhaus zeigt preisgekrönte Dokumentarfilme

Von Sören Reilo

Der Kriegsreporter Marcel Mettelsiefen begleitete über mehrere Jahre die Familie Qasmo aus Aleppo. Seine Filme vermitteln Einblicke in den syrischen Bürgerkrieg. Das Eidelstedter Bürgerhaus, Alte Elbgaustraße 12, zeigt in seiner Veranstaltungsreihe zu Heimat und Flucht zwei preisgekrönte Filme von Mettelsiefen. Der Eintritt ist frei.
Den Anfang macht am Donnerstag, 1. Juni, um 20 Uhr „Die Kinder von Aleppo“ aus dem Jahr 2013. Gezeigt wird, wie die sechsköpfige Familie in direkter Nähe zur Frontlinie in Aleppo gelebt hat. Der Bürgerkrieg wird aus der Sicht der vier Kinder dargestellt. Der Vater war Kommandeur in der oppositionellen Freien Syrischen Armee.
Ab 20.45 Uhr wird dann „Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland“ aus dem Jahr 2016 gezeigt. Die Lebensumstände der Familie hatten sich extrem verschlechtert: Der Vater wurde von IS-Kämpfern gefangengenommen und vermutlich hingerichtet. Nach langem Zögern entschied sich die Mutter, mit den vier Kindern Syrien zu verlassen und über Istanbul nach Deutschland zu fliehen.
Marcel Mettelsiefen hat sie vom Abschied aus Syrien bis in ihre neue Heimat in Goslar begleitet. Für seine Dokumentation wurde er 2017 unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und war für den Oscar als bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.