Vom Grindel an den Karakul

Pahnke begegnete in Asien vielen freundlichen, warmherzigen Menschen. (Foto: pr)

Anselm Pahnke radelte 30.000 km um die Welt – erst durch Afrika, jetzt bereist er Tadschikistan

Gaby Pöpleu, Eimsbüttel
„Ich wollte einen Traum leben“ - das war Anselm Pahnkes Ziel - und er hat es wohl erreicht. Drei Tage nachdem er seine Studienarbeit abgegeben hatte, setzte der 26-Jährige sich spontan in ein Flugzeug und düste ab nach Asien.
„Außer ein paar Kartons habe ich alles verliehen oder verschenkt, was mir gehörte“, erinnert sich Pahnke. Über zwei Jahre ist das jetzt her. Rund 30.000 km hat er inzwischen zurückgelegt, 40 Länder durchquert. Und die Strecke hat er nicht bequem mit dem Flugzeug bewältigt, sondern mit einfachsten Mitteln - mit dem Fahrrad.
In 13 Monaten durchquerte Pahnke ganz Afrika. Um seine Sicherheit machte er sich auch im immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen geschüttelten Sudan kaum Sorgen. „Das meiste sind Vorurteile“, sagt der Weltreisende, „Man sollte mehr Notiz von der liebevollen Gastfreunschaft der Einheimischen dort nehmen.“

Von Großwildjägern umzingelt

Derart offen für Begegnungen erlebte Pahnke auch manch abenteuerlichen Moment: Im Kongo wurde er von Jägern umzingelt, in Ägypten musste er ein Wochenende im Gefängnis verbringen, bis sich Missverständnisse klären ließen. Aber fast immer kam er mit heiler Haut davon. Selbst eine Malaria-Anfall mitten im Kenianischen Busch ließen ihn nicht aufgeben. Pahnke: „Die sagenhaften Landschaften zum Teil komische aber auch sehr warmherzige Begegnungen mit den Menschen sind sehr wertvoll für mich.“
Durch den Iran auf der Seidenstraße Richtung Osten
Angekommen in Israel flog er nicht wie geplant zurück in die Heimat, sondern folgte nun der Seidenstraße durch den Iran nach Osten Richtung Tadschikistan, ins Pamir-Hochgebirge und an den Karakul-See.
In 5000 Metern Höhe erlebte er eine traditionelle Himmelsbestattung. Denn wo die Erde immer gefroren ist und kein Baum und kein Strauch überleben kann, tragen die Menschen ihre Toten auf die Berggipfel und überlassen sie der Natur und den Vögeln. „Das zu beobachten ist eine krasse und einschneidende Erfahrung“, sagt Pahnke.
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