Vattenfall reagiert auf Druck von Blohm und Voss

Hamburg: GWA St. Pauli, Teamraum | Blohm & Voss hat im Rahmen des anstehenden Erörterungsverfahrens für Vattenfalls Pläne einer Fernwärmeleitung (Moorburgtrasse) eine Einwendung gegen den Tunnelplan eingelegt. Die insgesamt 12,3 km lange Leitung würde am Kohlekraftwerk Moorburg beginnen und ist vom Dock 17 ausgehend als Tunnel unterhalb der Elbe geplant. An der Louise-Schröder Straße würde dieser enden und als offener Graben bis zum Haferkamp (Stellingen) weitergeführt.

Die Gutachter von Blohm und Voss sehen in den Trassenplänen unabschätzbare Risiken und eine erhebliche wirtschaftliche Gefährdung. Vattenfall hat nun seinen Plänen eine alternative Variante hinzugefügt.

Das Dock 17 ist sicherlich das stabilste Bauwerk oberhalb des Tunnels bzw. der 108 m breiten Setzungsmulde die den Stadtteil St. Pauli durchziehen würde. Zahlreiche Altbauten liegen in diesem Bereich. Außerdem die Ganztagsschule St. Pauli und die Endo-Klinik. Auch von BewohnerInnen des Stadtteils sind zahlreiche Einwendungen eingelegt worden. Dort wurde auf den Geesthang verwiesen, der als Problematischer Baugrund gilt und im schlimmsten Fall zu Gebäudeeinstürzen wie beim Kölner Stadtarchiv führen könnte. Vattenfall hat darauf jedoch nicht mit einer Umplanung reagiert.

Am morgigen Freitag, den 04.11. wird es in der GWA/Kölibri um 19.00 Uhr die zweite Veranstaltung zur Verhinderung einstürzender Altbauten geben. Weitere werden folgen. Es ist noch nicht zu spät sich zu wehren. Das jedoch nimmt uns niemand ab. Denn wir haben keine "erhebliche wirtschaftliche Gefährdung" in die Waagschale zu legen.

Zu dem Erörterungsverfahren ist zu sagen, dass Olaf Scholz sich bereits festgelegt hat. Er will die Trasse. So muss man sich fragen, ob das Verfahren wirklich offen ist oder durch politische Vorgaben gesteuert.

mehr unter:
www.moorburgtrasse-stoppen.de
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