Vattenfall Fernwärme – Bauarbeiten in Altona Nord

Vattenfall Information für Anwohner. (Foto: Vattenfall Info Flyer)
 
Die Beschilderung des Fuß-/Radwegs in der Harkortstraße.
 
Vattenfall Baustelle Harkortstraße, 15. Februar 2015. Der Graben für die Fernwärme.
 
Arbeiten am Feiertag.

Gerichtstraße und Harkortstraße

Die Gerichtstraße und die Harkortstraße sind wegen den Fernwärme-Bauarbeiten seit Juli 2014 abschnittweise gesperrt und verengt. Vattenfall hat mir einige Fragen zu den Baustellen in Altona-Nord per E-Mail beantwortet. In meinen Fragen geht es überwiegend um den Bauabschnitt Harkortstraße 138 bis 164 seit 5. Januar 2015.

Frage: Im Brandfall: Wie kommt die Feuerwehr zu den Häusern? Die Frage habe ich mir schon gestellt als ich die Bauarbeiten in der Gerichtstraße sah. Die Feuerwehr hat noch keine Gefahreneinschätzung abgegeben. Wurde die Feuerwehr über die Sperrung der Straße und den Umfang der Bauarbeiten informiert? Welche Vorkehrungen hat die Feuerwehr getroffen?
Notarzt: Wie kommen Rettungswagen an die Häuser? In letzter Zeit mussten Anwohner einige Male den Notarzt und RTW rufen. Zuletzt Anfang Dezember in der Harkortstraße 146. Gehbehinderte Anwohner: Wie kommen sie mit Fahrdienst/Taxi zu Ärzten oder anderen Terminen?

Antwort: Die Baumaßnahme ist mit allen Behörden, wie z.B. Feuerwehr, Polizei, Verkehrsbetriebe, Bezirksamt, abgestimmt. Die Behörden wurden schon frühzeitig in der Planungsphase eingebunden und werden auch im Laufe der Baumaßnahme einbezogen. Zuletzt hat es Termine vor Ort mit Polizei und Feuerwehr gegeben, um den Bauablauf abzustimmen.
Da die Gehwege nicht versperrt werden, können Notärzte und Sanitäter wie auch gehbehinderte Anwohner die Hauseingänge erreichen. Die Bauarbeiten werden in abgesperrten Abschnitten von jeweils ca. 120m durchgeführt. Der übrige Straßenraum ist vollständig befahrbar.

Frage: Fußweg: Der westliche Fußweg an der Harkortstraße ist nicht benutzbar oder für Fußgänger gesperrt. Teilen sich Radfahrer und Fußgänger den verbleibenden Gehweg der Harkortstraße, zwischen Stresemannstraße und Gerichtstraße? Kommt ein Radfahrer absteigen Schild? Es ist sehr eng an einigen Stellen. Ist der verbleibenden Gehweg breit und eben genug für Rollstuhlfahrer und Rollator-Benutzer? Auch für Krankentransporte? Die Absperrungen, bzw. Abgrenzungen zwischen Gehweg und Baustelle, werden von Arbeitern nach Bedarf in Richtung Gehweg verschoben, so dass weniger Platz für Fußgänger bleibt.

Antwort: Im Termin mit der Polizei wurde festgelegt, dass der westliche Fußweg an der Harkortstraße als Fahrradweg Richtung Süden freigegeben wird. Der östliche Gehweg wird ein kombinierter Geh- und Fahrradweg (Richtung Norden). Die Beschilderung für diese polizeiliche Anordnung wird in den nächsten Tagen aufgestellt.

Frage: Gehwegschäden: Werden die Stolpergefahren und tiefen Regen-Pfützen beseitigt? Der Gehweg ist zwischen Harkortstraße 136 (Einfahrt Holsten Brauerei) und Harkortstraße 146 in einem desolaten Zustand und stellenweise sehr schmal. Der längere Weg zum Fahrzeug, während den Bauarbeiten und der Straßensperrung, kann besonders für behinderte Menschen gefährlich werden. Wenn es nach einem Regen gefriert, ist der Fußweg wegen großer Pfützen gefährlich glatt. Den Wegewart@altona.hamburg.de habe ich am 19.12.2014 per E-Mail über den Zustand des Gehwegs informiert. Stimmen Sie sich bitte mit dem Wegewart ab, so kann evtl. eine kurzfristige Lösung gefunden werden.
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/gehw...

Antwort: Für den Zustand der Gehwege ist das Bezirksamt zuständig. Sie gehören nicht zu unserem Baufeld. Ihre Kontaktaufnahme mit den Wegewarten ist somit der richtige Weg, um dieses Thema zu adressieren. Auch wir sind in Kontakt mit ihnen.

Frage: Erschütterungen: Werden Spundwände verbaut? Starke Erschütterungen sollten vermieden werden. Die Häuser Harkortstraße 164 bis 138 sind über 100 Jahre alt und haben Gasanschlüsse. Wie stark werden die zu erwartenden Erschütterungen sein? Verdichtungsmaschinen, die auf dem angrenzenden Bahngelände eingesetzt wurden, haben schon Computer zum Abstürzen gebracht.

Antwort: Sorgen machen Sie sich wegen möglicher Erschütterungen und Lärmentwicklung. Bei den Bauarbeiten in der Harkortstraße gehen wir so vor, wie das beim Rohrleitungs- und Straßenbau im innerstädtischen Bereich mit Wohn- und Bürogebäuden üblich ist. Die Rohrleitungsgräben werden mit einem Verbau versehen, damit es keine seitlichen Versackungen gibt oder der Graben einstürzt. Im Bereich der Harkortstraße werden wir überwiegend den Kammerverbau einsetzen. Er ist bereits in der Gerichtstraße verwendet worden. Hierbei müssen Spundwände durch Pressen und Vibration in den Boden eingebracht werden. Dieses Verfahren ist als erschütterungsarm anerkannt. Der Einsatz von erschütterungsintensiven Schlagrammen ist nicht vorgesehen. Die abschließende Verdichtung erfolgt mit Rüttelplatten oder Stampfern. Von ihnen gehen nur geringe Erschütterungen aus, die nicht zu Beeinträchtigungen der Gebäude und aufgrund der begrenzten Dauer nur eingeschränkt zu Belästigungen der Menschen führen.

Frage: Arbeiten am Wochenende und Feiertagen: Wenn Sie Sondergenehmigungen beantragen müssen, informieren Sie bitte rechtzeitig die Anwohner über die Arbeiten. Von Ihrer durchführenden Baufirma wurden am 3. Oktober 2014 (Tag der Deutschen Einheit) Bauarbeiten ausgeführt und u.a. Pflastersteine in Stahlcontainer verladen. Dabei entsteht gesundheitsschädlicher Lärm über 100 dBA direkt neben einem öffentlichen Gehweg. Gearbeitet wurde auch vor 07:00. Ich habe das dokumentiert.
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/laer...
Die Harkortstraße ist auch Schulweg und wird von Kindergartengruppen benutzt (Schule und Kindergarten Haubachstraße). Diese Gruppen sind besonders schützenswert. Bitte schirmen Sie Passanten vor schädlichen Lärm und Lichtemissionen (Lichtbogen). Es wurden in den letzten Wochen Elektroschweißarbeiten neben dem Gehweg durchgeführt.
Lärm bei den Arbeiten: Wie laut wird es? Die Bauarbeiten finden in ca. zehn Meter Abstand zu den Häusern statt. Sind Säuglinge und Kleinkinder, in den zur Straße befindlichen Räumen der Häuser, gesundheitsgefährdetem Schall ausgesetzt? Bauarbeiter tragen einen Gehörschutz. Müssen sich Anwohner und Fußgänger vor gesundheitsschädlichen Lärm schützen?

Antwort: Die Baumaßnahme am Wochenende des 3. Oktobers war offiziell beantragt und behördlich genehmigt. Wir werden in Zukunft in solchen Fällen die Anwohner vorab informieren.
Wegen des bei den Arbeiten entstehenden Lärms ist für Anwohner und Fußgänger kein Schutz erforderlich, auch wenn Sie beim Abbruch des Zollamtes Harkortstraße Werte von 106 dB(A) gemessen haben, wie aus Ihrem Artikel vom 28.03.2014 im Elbe Wochenblatt hervorgeht. Denn dieses sind kurzzeitige Spitzenwerte (sogenannte hörbare Geräuschimpulse), die nicht zu Gesundheitsgefährdungen der Anwohner führen. Hierfür sind langfristige Geräuschbelastungen verantwortlich. Bauarbeiter sind besonders zu schützen (und tragen Gehörschutz), da sie direkt an der Lärmquelle arbeiten. Für sie sieht das Regelwerk des Arbeitsschutzes daher besondere Schutzmaßnahmen vor.
Von Bauarbeiten betroffene Anwohner sind dagegen nur kurzfristig von dem Lärm der einzelnen Baumaschinen betroffen, der zudem entfernungsbedingt sehr schnell erheblich abnimmt. Bei unserer Baustelle handelt es sich um eine sogenannte Linienbaustelle, bei der sich die Baumaschinen kontinuierlich weiter bewegen, so dass der einzelne Anwohner nur kurzfristig mit dem Lärm vor seiner Haustür konfrontiert wird. Darüber hinaus nehmen lärmintensive Bauarbeiten, wie das Abfräsen der Fahrbahn und das Herstellen des Baugrubenverbaus, nur einen kurzen Zeitraum der gesamten Baumaßnahme ein. Eine hohe Anzahl an Baugeräten und besonderen Maschinen wird bei der Verlegung der Fernwärmeleitungen nicht eingesetzt.

Frage: Straßenbäume: Wie viele Bäume werden noch gefällt? Es wurde schon mehrere Bäume gefällt.
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/die-...

Antwort: Im Abschnitt zwischen Stresemannstraße und Gerichtstraße wurden noch drei weitere Bäume gefällt. Alle befanden sich auf der westlichen Straßenseite und wären ohnehin für die Baumaßnahme „Neue Mitte Altona“ gefällt worden. Die Fällungen sind bereits vor ein paar Tagen erfolgt. Weitere haben wir in diesem Bereich nicht vorgesehen. Für die Bäume haben wir Ersatzzahlungen an das Bezirksamt geleistet, das nach der Baumaßnahme Ersatzpflanzungen vornimmt.

Frage: Wann ist mit dem Ende der Bauarbeiten zu rechnen und wann ist die Harkortstraße wieder durchgängig befahrbar?
Zeitgleich zur Fernwärme Erweiterung finden seit Februar 2014 auch andere umfassende Bauarbeiten statt, Baustelle „Neue Mitte Altona“ und nachts Sanierungen der Bahnstrecken.
http://www.elbe-wochenblatt.de/ottensen/lokales/st...
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/kann...

Antwort: Wir planen das Ende der Arbeiten im Bereich Harkortstraße für September dieses Jahres. Insbesondere mit dem Bauvorhaben „Neue Mitte Altona“ sind wir im engen Kontakt und stimmen unsere Bauabschnitte ab.


Fragen an Vattenfall (projektkommunikation@vattenfall.de)
Antworten von Vattenfall (Dr. Barbara Meyer-Bukow)
Head of Regional Communications Hamburg & Schleswig-Holstein
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