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Kaum noch ein Durchkommen. Das Carsharing-Projekt „Firstmover“ soll dies ändern. Foto: Hannes Holtermann / BMW

Wie die Verkehrsbehörde Hamburger zum Auto-Verzicht überreden will

Carsten Vitt, Eimsbüttel/Ottensen

Die Bilanz ist bisher bescheiden: Von etwa 560 befragten Bürgern wollen nur 15 möglicherweise ihr eigenes Auto abschaffen, um auf Mietwagen oder Fahrräder umzusteigen. Mit dem Pilotprojekt „Firstmover“ will die Verkehrsbehörde Anwohnern in Ottensen und Eimsbüttel den Verzicht schmackhaft machen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist geplant?

In den dicht bebauten Quartieren Ottensen und Eimsbüttel sollen an zentralen Stellen Leihstationen für Mietwagen, Transporter oder Lastenfahrräder geschaffen werden. So sollen Anwohner, die ihr Auto abschaffen, trotzdem mobil bleiben. Seit Herbst wurden knapp 600 Haushalte befragt, ob sie bei dem Projekt mitmachen. Erste Ergebnisse: Etwa die Hälfte hat ohnehin kein Auto, von der anderen Hälfte kommt etwa für 15 Haushalte ein Verzicht infrage. Für Eimsbüttel sind das sechs Haushalte, für Ottensen neun.
Wird dann überhaupt eine solche Station gebaut?
Das ist bisher noch unklar. „Wir gehen davon aus, dass viel mehr Menschen als die Freiwilligen, die befragt wurden, in diesen Quartieren ein Carsharing vor der Haustür nutzen und dadurch motiviert würden, ein eigenes Auto abzuschaffen“, sagt Richard Lemloh, Sprecher der Verkehrsbehörde. Das Projekt soll eine Diskussion um neue Alternativen anstoßen. Wenn der Stein ins Rollen gebracht sei, könne man die Erfahrungen auf andere Stadtteile übertragen.

Was kostet das die Stadt?
Bisher angeblich nichts, da die Studie mit bestehendem Personal erstellt wird. „Welche Kosten der Partner BMW hat, ist nicht bekannt“, so Lemloh. Unbekannt ist bisher auch, was der Bau der Stationen in den Quartieren kostet.

Pilotprojekt
Von Oktober 2016 bis Januar 2017 haben insgesamt 563 Bewohner in den beiden Pilotquartieren in Eimsbüttel und Ottensen an einer freiwilligen Befragung zu ihren Mobilitätsbedürfnissen teilgenommen.
Die Auswertung hat ergeben, dass sich ein Drittel der befragten Menschen das eigene Leben auch gut ohne ein eigenes Auto vorstellen kann. Abschaffen würden dies bisher nur 15 Haushalte.
An dem Projekt arbeiten die Verkehrsbehörde, die Bezirksämter Eimsbüttel und Altona, die BMW Group sowie die steg Hamburg und die Hamburger Hochbahn mit. cv

Workshop für Ottensen: Mittwoch, 5. April, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Schule Bahrenfelder Straße, Gaußstraße 171

Workshop für Eimsbüttel: Donnerstag, 6. April, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Katholischen Schule am Weiher, Am Weiher 29

Anmeldung per E-Mail an mobil@steg-hamburg.de

Weitere Informationen:
❱❱ www.firstmover.hamburg
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