Um 6 Uhr früh 300 Leute wecken

Das Kirchentags-Team der Trinitatis-Gemeinde freut sich auf Besucher aus ganz Deutschland.

Trinitatis-Gemeinde bereitet sich auf Kirchentagsbesucher vor.

Von Christopher von Savigny.
Wie bekommt man morgens um 6 Uhr knapp 300 Gäste wach? „Trompete blasen“, schlägt Helga Lindner vor. „Oder vielleicht mit einer Glocke? Das überlegen wir noch.“ Vom 1. bis zum 5. Mai kümmert sich Lindner mit ihrer 25-köpfigen Gruppe im Auftrag der Trinitatis-Gemeinde Altona um Kirchentagsbesucher. Das bedeutet: Wecken, Frühstück vorbereiten, Kaffee kochen, Auskünfte erteilen, Nachtwache halten. Ein nicht unerheblicher organisatorischer Aufwand: „Das ist ja alles neu für uns“, berichtet Lindner. „Aber wir sind zuversichtlich, dass das klappt!“
Im März wurden die Schichten eingeteilt: Fürs Frühstück, das von der Kirchentagsorganisation angeliefert wird, braucht man neun Leute, nachts reichen zwei. „Das übernehmen bei uns die Nachteulen“, erklärt Lindner. Von 18 Uhr abends bis 9 Uhr in der Frühe muss die Carsten-Rehder-Schule geöffnet sein. Hamburgs Schüler haben dann Ferien. Daher dürfen sich die Besucher – erwartet werden hauptsächlich junge Leute bis 35 Jahre – mit ihren Isomatten und Schlafsäcken in den Klassenzimmern ausbreiten. Tische und Bänke müssen am Ende der Veranstaltung aber wieder an ihrem ursprünglichen Standort stehen.
Die Helfer aus der Trinitatis-Gemeinde sind alle schon im Rentenalter, insgesamt kommt jeder auf etwa drei bis vier Stunden freiwilligen Dienst pro Tag. „Vor zwei Jahren habe ich zum ersten Mal in meinem Leben an einem Kirchentag teilgenommen, in Dresden“, berichtet Helferin Karin Sprenger. „Ich habe viel Gastfreundschaft erfahren. Davon möchte ich gerne etwas zurückgeben.“ Sprenger hat sich für die Spätschicht einteilen lassen – von 22 bis 24 Uhr. „Eigentlich bin ich eher ein Morgenmensch“, sagt sie. „Aber ich hoffe, dass mich die Kirchentagsstimmung wach halten wird!“
Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags vom 1. bis 5. Mai werden rund 100.000 Besucher aus ganz Deutschland in der Hansestadt erwartet. Ein großer Teil der Schlafplätze wird von den Gemeinden organisiert. Daneben sollen rund 12.000 Besucher privat unterkommen.
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