Trauer um Ewald Harnack

„Er lebte im und für den Verein“: Ewald Harnack war lange Jahre Vorsitzender des TSV Stellingen. (Foto: pr)

Stellinger Unternehmer und Aktivposten verstarb im Alter von 89 Jahren

Von Carsten Vitt

Harnack – dieser Name steht in Stellingen für ein Unternehmen. Und für einen, der sich als Bürger für seinen Stadtteil einsetzte. Ewald Harnack – Bestatter, langjähriger Vorsitzender des TSV Stellingen und Förderer des Sports, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren.
Harnack, Jahrgang 1927, war gelernter Tischler und übernahm später das Beerdigungsinstitut seines Vaters. Ein Traditionsgeschäft, seit Jahrzehnten an der Kieler Straße ansässig.
Im TSV Stellingen ist er gewissermaßen groß geworden. Schon als Kind turnte er im Verein, später interessierte er sich mehr für Fußball. Als 20-Jähriger gehörte er der Stellinger Meistermannschaft an. Später spielte er auch Handball und Tischtennis. Harnack war ein Mann mit Prinzipien, traditionsbewusst. „Ewald war mit großer Überzeugung ein Stellinger. Er hat sich für den Stadtteil, für die Bürger und unseren Verein immer eingesetzt“, sagt Elke Mohr, langjährige Vorsitzende des TSV. „Er konnte gut auf Leute zugehen und sie für seine Ideen begeistern. Er half aber auch, wenn Not am Mann war.“
Von 1970 bis 1996 stand er als Vorsitzender an der Spitze des größten Vereins im Stadtteil. Der TSV baute aus: Das Vereinsheim wurde erweitert, neue Sportangebote geschaffen. Harnack galt als Förderer des Breitensports, unterstützte aber auch den Leistungssport und war stolz auf Erfolge. Zum Beispiel 1979 der Aufstieg der Handballer in die Regionalliga oder 1981 der Sprung der Fußballer in die Bezirksliga. In den 1980er-Jahren kämpften Stellingens Judoka in der Bundesliga, stellten regelmäßig Sportler im Nationalkader.

Erst mit 80 Jahren zog er sich aus dem Betrieb zurück
2007, im Alter von 80 Jahren, zog sich Harnack aus seinem Betrieb zurück, den er zuvor mit seiner Tochter Regine Kruse geführt hatte. Von den Nachfolgern, der Familie Ahlf, wird das Unternehmen weiterhin als Familienbetrieb geführt. Harnacks Name bleibt.
Am Freitag (4. März) wurde der Verstorbene beigesetzt. In Stellingen – wo denn sonst?
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